Pegelstände

Hochwasser beschäftigt 700 Helfer im Kreis Gießen

Rund 700 Einsatzkräfte waren laut Kreisbrandinspektor Mario Binsch mit dem Hochwasser im Landkreis beschäftigt. Eine technische Neuheit erleichterte die Arbeit der Feuerwehrleute erheblich.
16. April 2018, 17:07 Uhr
Vom Hochwasser betroffen war am Wochenende auch Trohe. Hier hat die Wieseck einen Rekordpegel erreicht. (Foto: pad)

Die neue Woche begann am Montag mit ungetrübtem Himmel und fast sommerlichem Wetter. Das freut Sonnenhungrige, ist aber auch eine gute Nachricht für Anwohner von Gewässern und die Feuerwehren im Landkreis.

Nachdem am Wochenende unter anderem in Buseck Keller vollgelaufen waren und auch die Wetter über die Ufer getreten war (die Gießener Allgemeine Zeitung berichtete), hat sich die Lage im Landkreis inzwischen normalisiert. Am Montag gab Kreisbrandinspektor Mario Binsch Entwarnung in Sachen Hochwasser.

 

75 Einsätze am Wochenende

Rund 700 Einsatzkräfte waren nach seiner Schätzung kreisweit mit dem Hochwasser beschäftigt, es habe am Wochenende 75 Einsätze gegeben. Wie viele Keller vollgelaufen sind, sei noch nicht bekannt.

Gerade kleinere Bäche hatten sich durch den anhaltenden Regen in breite Ströme verwandelt, wie der ranghöchste Feuerwehrmann im Landkreis erläutert: »Das Problem waren die kleinen Nebenflüsse. Die Lahn hatte nur eine kurzzeitige Überschreitung der Stufe eins, das ist aber kein grundsätzliches Problem.«

 
Fotostrecke: Hochwasser im Landkreis Gießen

An kleineren Flüssen würden die Pegelstände meist nicht gemessen, weshalb er dazu keine genaueren Angaben machen könne. Auch zu Schadenssummen könne er nichts sagen. Insgesamt, so Binsch, sei die Hochwasserlage im Landkreis jedenfalls »überschaubar« gewesen.

»Wir hatten noch ausreichend Reserven, um reagieren zu können, was aber nicht weiter erforderlich war.« Der Boden sei bereits gesättigt gewesen, andauernder Regen habe dann zu einem »kurzfristigen Anstieg der Oberflächengewässer« geführt. Eine ähnliche Situation habe es im Februar 2011 gegeben.

 

Nähmaschine erleichtert Arbeit

Deutlich erleichtert wurde die Arbeit der Feuerwehrleute durch maschinelle Hilfe: Laut Binsch kam erstmals ein neu angeschaffter »Abrollcontainer Sandsackfüllung« zum Einsatz.

Das Prinzip: Über einen Trichter wird Sand in größeren Mengen in einen Container und dann in einzelne Sandsäcke abgefüllt. Dank einer integrierten Nähmaschine werden die Säcke dann verschlossen ausgegeben, informiert der Fachdienst Gefahrenabwehr des Landkreises.

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