Silbersee

Heuchelheim ist nicht Wacken

Die Gemeinde Heuchelheim lässt einen Zaun am Südufer des Silbersees ziehen, will dort mit ordnender Hand wirken. Jetzt ist auch zu klären: Was wird aus dem Jam-Festival?
14. April 2018, 18:00 Uhr
Das Jam-Festival am Heuchelheimer Silbersee wird voraussichtlich Geschichte sein – und auch andere Freizeitaktivitäten will die Gemeinde dort etwas stärker als bislang regulieren. (Foto: Archiv)

Grillen und chillen, baden und die Sonne genießen – der Silbersee im Südosten von Heuchelheim zwischen Lahn und Kropbach lädt insbesondere in den kommenden Sommermonaten dazu ein. Aber künftig nicht mehr überall und ungehindert. Die Gemeinde Heuchelheim als Eigentümerin will den Betrieb auf dem beliebten Freizeitgelände in Zukunft etwas mehr als bislang kanalisieren. Ein Teil des Sees, das südliche Ufer, ist mittlerweile eingezäunt.

Der Zugang ist vom Dorf her zur großen Wiese mit Grillhütte jedoch weiterhin möglich

»Der Gemeindevorstand hat beschlossen dass der südliche Bereich des Silbersees neu geordnet werden soll«, bestätigt Bürgermeister Lars Burkhard Steinz auf Anfrage. Und spricht von »einigen sehr unschönen Begebenheiten« in der letzten Zeit. Da hält er gemeindliches Handeln »für erforderlich«. Steinz: »Selbstverständlich gab es und gibt es Besucher, die sich dort maßvoll verhalten haben – leider hat die Zahl der uneinsichtigen und sozial auffälligen Besucher aber stark zugenommen«, will der oberste Dorfpolizist nicht weiter ins Detail gehen, was das »Zuviel an Party am See« angeht.

Aber: Generell solle es auch in Zukunft möglich sein, im Silbersee ein Bad zu nehmen, auch der Südbereich werde nicht hermetisch abgesperrt.

Ganz konkret wird ein Teil des südlichen Ufers neu bepflanzt. Der fast fertige Zaun dient nach Auskunft aus dem Rathaus »dem Schutz der neu angelegten Kultur« und sei nur temporär. Sind die Bäumchen größer, kommt der Zaun wieder weg, sichert der Bürgermeister zu. Dies habe er mit den zuständigen Behörden auch so abgestimmt.

Auf wackligen Füßen steht darüber hinaus das dreitägige Jam-Festival, das in den vergangenen Jahren jeweils im August an guten Wochenenden bis zu 1000 Besucher an den See gelockt hat. Auch das war dem Heuchelheimer Rathauschef angesichts stetig wachsenden Zuspruchs zuviel für die Location am Ortsrand: Mit dem Event 2017 solle Schluss sein, hatte er angekündigt. »Wacken hat auch mal mit 70 Besuchern angefangen. Den Platz haben wir nicht«, sagte Steinz im Spätsommer 2017. Und bat die Veranstalter, sich einen neuen Ort für das Festival zu suchen. Wobei da ganz klar zu konstatieren ist: Das Jam-Festival verlief in den vergangenen Jahren stets friedlich und stressfrei.

Die Suche nach einer neuen Partyzone fürs Jam-Festival hat allerdings wohl noch nicht so ganz geklappt: Am kommenden Donnerstag wollen die jungen Leute noch einmal mit Steinz und dem Gemeindevorstand das Gespräch suchen, um auszuloten, ob es nicht doch eine Neuauflage 2018 am Silbersee geben kann. Wobei die Heuchelheimer wohl schon für Alternativen geworben haben: den Schiffenberg oder die Fasanerie in Lich.

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