28. Januar 2018, 20:41 Uhr

Haubrich führt die SPD-Fraktion

28. Januar 2018, 20:41 Uhr
Haubrich

Melanie Haubrich führt künftig die Fraktion der SPD im Gießener Kreistag. Die 34-jährige promovierte Juristin aus Gießen ist am Samstag bei einer Klausurtagung der Kreis-SPD zur Nachfolgerin von Horst Nachtigall gewählt worden. Der Rabenauer hatte im Dezember angekündigt, aus gesundheitlichen Gründen den Fraktionsvorsitz abzugeben; er behält jedoch sein Kreistagsmandat.

Haubrich war am Samstag bei der Arbeitstagung in Fernwald die einzige Bewerberin; sie war vom engeren Führungszirkel der Fraktion vorgeschlagen worden. Sie wurde »mit großer Mehrheit« gewählt, so ihr Vorgänger Nachtigall am Samstagabend. Haubrichs Stellvertreter sind Annette Henkel (Buseck), Elke Högy (Hungen) und Peter Pilger (Biebertal).

Ursprüngliche Idee war, die Personalie zeitnah bereits im Dezember zu klären, doch laut Nachtigall waren bei der dazu anberaumten Sitzung längst nicht alle Fraktionsmitglieder an Bord. Beobachter der kreispolitische Szenerie hatten darüber spekuliert, es könnte weitere Bewerber um den SPD-Fraktionsvorsitz geben – etwa den Unterbezirksvorsitzenden Matthias Körner, der damit seine Position hätte stärken können. Sowohl Nachtigall als auch Körner kommentierten dies jedoch nicht.

Darüber hinaus hat sich die Kreis-SPD am Samstag mit den Finanzen des Landkreises Gießen beschäftigt – insbesondere mit der Höhe der Kreisumlage und der Schulumlage, die die Städte und Gemeinden an den Landkreis abführen, damit dieser seine Aufgaben erledigen kann.

Landrätin Anita Schneider hatte bereits zum Ende des Jahres 2017 angekündigt, dass die Kreisumlage sinken werde. Voraussichtlich um einen Prozentpunkt.

»Das Problem wird nicht der Haushalt 2018 sein«, sagte Nachtigall am Samstag im Gespräch mit der »Gießener Allgemeinen Zeitung«. Aber ab 2019 müsse neu kalkuliert werden, wenn nämlich die sogenannte »Hessenkasse« greift, mit der der Kreis seine Entschuldung vorantreiben soll. Voraussichtlich werde der Landkreis Gießen dann 6,5 Millionen Euro zusätzlich im Jahr aufbringen müssen. Nachtigalls Prognose: »Dann wird es spannend!« (Foto: Archiv)

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