23. Juli 2018, 21:41 Uhr

Halleluja folgt auf Halleluja

23. Juli 2018, 21:41 Uhr
Matthias Schulze leitet die Chöre an. (Foto: la)

Loben, Preisen, Danken und Ehren kommen alle in dem Wort »Halleluja« zum Ausdruck. Chorleiter Matthias Schulze hatte nicht zu viel versprochen, als er bei der Vorstellung der Kantate »Halleluja – Lobet Gott« auf einen anspruchsvollen Ablauf und eine nicht einfache Darbietung verwies. Den über sechzig Sängern ist es gelungen, in gerade einmal drei Monaten intensiver Probearbeiten ein Chorprojekt auf die Beine zu stellen, das höchsten Ansprüchen genügte und zu einem Highlight musikalischer Darbietungen in der bis auf den letzten Platz besetzten evangelischen Kirche in Reiskirchen am Samstagabend wurde. Die Besucher wurden von den in mehreren Liedern unterschiedlicher Komponisten in einen besinnlichen Sommerabend entführt, dessen großartige klangliche Erlebnisse auch durch die geöffneten Kirchentüren nach außen drangen. Stimmkräftig unterstützt wurden die Reiskirchener Sänger vom evangelischen Kirchenchor Lützellinden sowie weiteren Projektsängern. Auch die Konzertbesucher waren in das »Halleluja« mit eingebunden.

Nach den Worten von Pfarrer Bert Schaaf gebe es viele Gründe für ein »Halleluja«. Dazu zählt der Dank für Geschenke, Gesundheit, auch für die Kraft und den Mut für jeden neuen Tag. Auch dass der Wunsch des Komponisten Klaus Heizmann, wie Rolf Krieger es formulierte, der Funke des Dankes überspringe, ging voll und ganz an diesem Abend in Erfüllung. So verwundert es keineswegs, wenn »Halleluja« das tatsächlich am häufigsten gesungene Wort in der Musik weltweit ist. Es ist zugleich der Ausdruck der Freude.

Klaus Heizmann, ein deutscher Komponist christlicher Popmusik, zeichnete für die Kantate verantwortlich, und Matthias Schulze hatte die erforderliche Literatur zusammengestellt und zum Teil an die Erfordernisse angepasst. Neben dem Gesang und Instrumentalmusik gab es jede Menge Sprechstellen (dargeboten von Renate Schmitt und Klaus Peter). Als Solisten gefielen Heike Hartmann, Brunhilde Schmidt, Martina Kuehnle – Damm und Gabriele Schulze.

Eine wahre Bereicherung für die instrumentalen Stücke war Lisa Schäfer-Gans mit ihrer Flöte. Mit »Londonderry air« gelangte eine irische Melodie zur Aufführung, die vor allem im Nordteil des Landes bei verschiedenen Veranstaltungen als inoffizielle Nationalhymne erklingt und voraussichtlich in der Mitte des 19. Jahrhunderts entstand. Bei der Liedauswahl hatte man eine bunte globale Mischung geschaffen.

Minutenlanger Applaus war das äußere Zeichen des Publikums über einen hervorragend gelungenen Konzertabend. Die zweite Aufführung ist am 28. Juli in der evangelische Kirche in Lützellinden zu hören. Die Kollekte kommt zur Hälfte der Chorarbeit sowie der örtlichen Kirche für eine Baumaßnahme zugute.

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