31. März 2018, 12:00 Uhr

Lumdatalbahn

Grünes Licht für Reaktivierung?

Die Nutzen-Kosten-Untersuchung liegt zwar noch nicht vor, der Lumdatalbahnverein aber ist weiter vorsichtig optimistisch, dass zwischen Lollar und Rabenau wieder Züge fahren werden.
31. März 2018, 12:00 Uhr
Still ruht die Eisenbahn im Lumdatal, hier die Strecke zwischen Lollar und Haltestelle Daubringen. Auf der Hauptversammlung des Vereins Lumdatalbahn wurde gemutmaßt, die Zusage aus Wiesbaden für eine Reaktivierung käme wohl. (Foto: vh)

Fährt sie oder fährt sie nicht, die Lumdatalbahn? Das kann momentan wohl niemand beantworten. Noch ist die Endfassung der Nutzen-Kosten-Untersuchung des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) nicht vorgestellt worden. Auch die Vorstandsleute des Vereins Lumdatalbahn können deshalb nur mutmaßen. Vorsitzender Manfred Lotz hat jedoch Signale aufgeschnappt, die die Hoffnung nähren, aus Wiesbaden käme wahrscheinlich grünes Licht für das Projekt der Reaktivierung.

Anlässlich der Hauptversammlung des Vereins im Bahnhofsgebäude in Lollar wurde vermerkt, die Landespolitik in Wiesbaden erörtere das Projekt Lumdatalbahn nunmehr ernsthaft. Seitdem der Gutachter neue Kriterien der Kategorie »Ländlicher Raum« berücksichtigen dürfe, werde ein Rundumpaket geschnürt. Von einem ausgeklügelten Buszubringerfahrplan ist die Rede. Lotz nannte ebenso den Breitbandausbau, das Wohnraumversorgungskonzept des Landkreises und die »Lumda-Höfe« in Allendorf.

Zusätzliches Gleis gefordert

Unabhängig von dem erwarteten Gutachten hätten sich sowohl der hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir als auch Gießens Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz wohlwollend geäußert. Der Verein ist der Ansicht, dass im Falle einer Reaktivierung außer dem Landkreis und den vier Anliegerkommunen noch die Stadt Gießen als Nutznießer einen Finanzbeitrag leisten solle. Für Lotz kämen – bedingt durch das Argument »ländlicher Raum« – auch Geldmittel der EU infrage. Man erkundige sich danach.

Der Verein ist auf 66 Mitglieder angewachsen. Man bemüht sich um eine Betretungserlaubnis von der DB Netz für die Streckenpflege mittels Zweiwegefahrzeug (mechanischer Freischnitt). Die Versammlung beschloss den Antrag von Thomas Kraft, sich für den Neubau eines zusätzlichen Bahnsteigs am Bahnhof Gießen im Gleisbereich der Main-Weser-Bahn einzusetzen – die Anbindung einer künftigen Lumdatalbahn im Blick.

Eine Podiumsdiskussion über den künftigen Nahverkehr mit Bus und Bahn im Lumdatal findet statt am 14. April um 15 Uhr im Bürgerhaus Allendorf/Lumda. Veranstalter ist das Bündnis für Demokratie. Teilnehmer sind Landrätin Anita Schneider, die BI Contra-LTBahn, der Verein Lumdatalbahn, die Schülervertretung der CBES, das Jugendforum Lumdatal und der ZOV.

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