04. Juli 2018, 14:05 Uhr

Mäusebussard und Co.

Greifvogel attackiert Jogger in Langgöns

Bereits dreimal ist ein Jogger zwischen Lang-Göns und Holzheim Opfer einer Greifvogelattacke geworden. Die Erklärung für das Verhalten des Tiers hat NABU-Kreisverbandsvorsitzender Achim Zedler.
04. Juli 2018, 14:05 Uhr
Dass Greifvögel Jogger attackieren, sei zu dieser Jahreszeit nichts Ungewöhnliches, erklärt NABU-Kreisverbandsvorsitzender Achim Zedler. (Foto: Maurizio Gambarini (dpa))

Vor kurzem hat sich Jasper Buijse aus Langgöns in unserer Redaktion gemeldet, der beim Joggen zwischen Lang-Göns und Holzheim von einem Greifvogel attackiert wurde. Und zwar dreimal innerhalb weniger Tage, etwa 200 Meter hinter der Autobahnbrücke am Waldrand. »Bei der letzten Attacke habe ich mich auf den Boden geworfen, als der Vogel im Sturzflug auf mich zukam«, erzählt er.

"Ästlinge" werden von Alttieren beschützt


Eine Erklärung für das Verhalten des Vogels hat Dr. Achim Zedler, der Vorsitzende des NABU-Kreisverbands Gießen. »Solche Angriffe kommen zu dieser Jahreszeit häufiger vor. In der Regel sind das Greifvögel, deren Brut langsam flügge wird.« Die Jungen starteten ihre ersten Flugversuche und säßen meist tief, etwa ein bis zwei Meter hoch in den Bäumen. Die sogenannten »Ästlinge« werden dabei noch von den Alttieren beschützt. »Durch den ›Krach‹ den die Jogger beim Laufen machen, und die schnellen Bewegungen, werden sie von den Vögeln als Gefahr wahrgenommen und attackiert«, informiert Zedler. Meist zeigten Eulenarten, wie der Waldkauz oder auch der Mäusebussard ein solch territoriales Verhalten. Dagegen helfe nur eins: Vorerst die Lauf-Route ändern. In etwa zwei bis drei Wochen sei der Spuk vorbei.

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