04. September 2018, 21:46 Uhr

Glasfaserausbau für Langgöns?

04. September 2018, 21:46 Uhr
Die Deutsche Glasfaser will in Langgöns nur aktiv werden, wenn mindesten 40 Prozent der Haushalte einen Vertrag abschließen. (Symbolfoto: dpa)

Die erfreuliche Nachricht zuerst: Der Jahresabschluss 2017 der Gemeinde Langgöns ist dank der guten Ertragslage besser ausgefallen als zuvor errechnet. Das teilte Bürgermeister Horst Röhrig (SPD) im Rahmen der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses der Gemeinde mit. Demnach gab es im ordentlichen Haushalt ein Plus von etwas mehr als 305 000 Euro, im außerordentlichen Haushalt waren es sogar über 722 000 Euro (in der Summe rund 1,028 Millionen Euro). »Ein sehr gutes Jahr«, kommentierte Ausschussvorsitzender Jürgen Knorz.

Zentrales Thema an diesem Abend war jedoch der Glasfaserausbau im Gemeindegebiet. Regionalmanager Ingo Teimann und Kooperationsmanager Marco Buchholz von der Deutschen Glasfaser stellten ihr Modell des Ausbaus und des späteren Betriebs vor. Vor wenigen Wochen hatte das Unternehmen mit Sitz in Borken (Westfalen) bereits in Pohlheim für sich geworben. Nun beabsichtigt die Deutsche Glasfaser, ein Glasfasernetz auch im gesamten Gemeindegebiet von Langgöns einzurichten und damit den Bewohnern den Zugang zu einem schnellen Internet zu ermöglichen.

Netz soll ab 2020 fertig sein

»Wir bieten eine Komplettlösungen, bestehend aus Internet und Festnetztelefonie, an«, sagte Teimann. Allerdings ist der Abschluss eines Kooperationsvertrages zwischen der Gemeinde Langgöns und Deutsche Glasfaser von einer Bedingung abhängig: 40 Prozent der Haushalte müssen sich für einen Anschluss durch die Deutsche Glasfaser ausgesprochen haben. Wird diese Quote erreicht, baut das Unternehmen aus, will das Netz bis 2020 aufgebaut haben.

Der Anschluss ist im Rahmen einer »Nachfragebündelung« für den Endverbraucher kostenlos. Entscheidet man sich danach für einen Anschluss an das Glasfasernetz, ist das mit zusätzlichen Kosten verbunden. In Informationsveranstaltungen möchte das Unternehmen die Bürger weiter informieren.

Der Gemeindefragebogen Regionalplan 2020 und das Investitionsprogramm Hessenkasse standen ebenfalls auf der Tagesordnung. Im Zusammenhang mit dem Regionalplan sprachen sich die Langgönser Landwirte einmal mehr gegen die Erweiterung des Gewerbegebietes Lützelwiesen/Perchstetten sowie auch weiterer Neuausweisungen von Gewerbegebieten »auf besten Ackerflächen« aus und plädierten dafür, kleinere Gewerbetriebe auf der ehemalige Ziegelei sowie auf dem Bahnhofsgelände anzusiedeln. Die Landwirte sehen kein Bedarf an Neubaugebieten, teilten sie in einem von Ortslandwirt Manfred Dern gezeichneten Erklärung mit.

Nichts Neues gab es zum Investitionsprogramm Hessenkasse, durch das verschiedene Projekte (zum Beispiel die Sanierung alte Turnhalle und Altes Haus Niederkleen, Instandsetzung Seegrundweg Cleeberg) in den kommenden Jahren in Langgöns realisiert werden sollen.

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