27. August 2018, 05:00 Uhr

Kultfestival

Ganz viel Blues im Laubacher Schlosspark

7500 Fans genießen die 25. Auflage des Kultfestivals »Blues, Schmus und Apfelmus«. Beim Auftritt des Laubacher Blueschores taucht ein Überraschungsgast auf.
27. August 2018, 05:00 Uhr
Es ist eine Menge los beim dreitägigen Bluesfestival im Schlosspark: Khalif Wailin' Walter heizt ein. (Fotos: sim)

Laubach hatte von Freitag bis zum Sonntag zum 25. Mal den Blues – und alles war dabei: von Songs über Meskalin und dem Mississippi, vom Blues-Punk über Boogie Woogie, das gemütliche Oberhessische war genauso vertreten wie der charismatische Südstaatenflair.

Gutgelaunt sangen und tanzten die rund 7500 Fans bei den Auftritten zahlreicher hochkarätiger musikalischer Perlen aus dem In- und Ausland und trotzten dabei auch Regenschauern am Samstag.

Mit Punk-Blues überzeugt Andi Valandi.
Mit Punk-Blues überzeugt Andi Valandi.

Es war ein Wiedersehen mit vielen Künstlern, die bereits in den vergangenen Jahren auftraten. Papa Legba’s Blueslounge, Khalif Wailin' Walter und Miss Zippy & The Blue Wail waren ebenso dabei wie Jörg Hegemann, der so rasant auf seinem Piano spielte, dass einem fast der Atem stockte.

 

Songs von der Härte des Lebens

 

Unter dem Publikum im Apfelweinzelt war auch Andi Valandi, dessen Bass-Stimme so abgründig klang, als wären seine Organe dafür extra tiefer gelegt. Als er später seinen Blues-Punk zum Besten gab, erzählte er lachend: »Mein Nachbar tanzte vorhin. Ich wollte nicht tanzen, aber ich bewegte mich trotzdem, weil er so hüpfte. Jetzt sieht es so aus, als tanzt ihr alle. Vielleicht ist es auch nur einer.«

Lieder von der Härte des Lebens sangen im breiten Dialekt die Frankfurt-Rhein-Main-Ried-Mundart-Blues-Mafia, der fidele Oberhesse Jochen Rudolph und Williams Wetsox aus Bayern.

 

Gerschlauer Überraschungsgast

 

Ein ganz besonderes Klangerlebnis hatte der Laubacher Blueschor vorbereitet: Die Bluessänger gaben in der gut gefüllten Kirche unter der Leitung von Roland Becker und Hermann Wilhelmi mit Filmliedern so richtig Gas. Wilhelmi begleitete den Auftritt am Klavier und hatte eigens sieben Songs selbst arrangiert, darunter das schmissig dargebotene »Everybody needs somebody«, bei dem es einige Gäste nicht mehr auf den Plätzen hielt.

Als Gast riss Philipp Gerschlauer die Zuhörer mit der Laubach-Suite in seinen Bann. Während sein Saxofon sehnsuchtsvoll erzählte, ging er durch die Kirche bis zur Orgel, an der er sich schließlich selbst begleitete – mithin also beide Instrumente gleichzeitig spielte. Dafür erhielt er tosenden Applaus.

 

Am Konzept gefeilt

 

»Wir haben bewusst auf die große Bandbreite des Blues gesetzt«, sagte Markus Stiehl von der veranstaltenden Kultur und Bäder gGmbH. Einige Fans haben sogar vorher angerufen, ob es denn wahr sei, dass Tri Continental nach Jahren der Europa-Abstinenz tatsächlich am Freitag kommen. Bereits der Auftakt am Freitag mit Top-Act Jimmy Burns sei gut besucht gewesen.

Der Blueshamonicatreff Wetterau.
Der Blueshamonicatreff Wetterau.

Auch qualitativ wurde am Konzept gefeilt: Mit Uwe Keller gab es einen neuen Festwirt, was beispielsweise bei den ansprechenden Dekorationen ins Auge fiel.

Das Zirkuszelt war viermastig, dementsprechend also größer und höher – das erlaubte den Außenstehenden einen besseren Blick zur Bühne. Auch diejenigen, die auf der Wiese saßen, hatten freie Sicht.

Etliche gönnten sich zum Hörgenuss heimischen Kürbissecco, genossen Hessen-Caipi mit Apfelschnaps aus der Wetterau oder bedienten sich bei den weiteren zahlreichen regionalen und überregionalen Spezialitäten.

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