19. Juli 2018, 22:08 Uhr

Für ein rücksichtsvolles Miteinander

19. Juli 2018, 22:08 Uhr
Der Knigge rät: Kotbeutel nicht in den Wald werfen, sondern korrekt entsorgen.

Wanderer, Jogger, Radfahrer, Reiter und Hundehalter – sie alle sind auf den Feldwegen im Gießener Land unterwegs und machen die eigentlichen Wirtschaftswege damit schnell zu beliebten Ausflugszielen. Häufig zum Nachteil der Landwirte. Denn diese bekommen Probleme, ihren Arbeitsplatz, die Felder und Wiesen, gut zu erreichen. Aus diesem Grund hat die Abteilung für den ländlichen Raum Lahn-Dill und Gießen den Informationsflyer »Feld- und Flur-Knigge« neu aufgelegt und an alle Städte und Gemeinden verteilt – zur Weitergabe an die Bürger.

»Die Feldwege wurden früher eigens für die Landwirtschaft angelegt. Das ist heute den wenigsten bewusst«, sagt Margot Schäfer, Leiterin der Abteilung für den ländlichen Raum. »Wir werben für ein rücksichtsvolles Miteinander, sodass alle auf ihre Kosten kommen.« Seit 2014 wird der »Feld- und Flur-Knigge« von den Kreisverwaltungen Lahn-Dill und Gießen sowie den ansässigen Landwirten verteilt und an Kommunen, Wandervereine oder Hundeschulen versandt.

Dass die Interessen von Freizeitliebhabern mit denen der Landwirte kollidieren können, ist nichts Neues. Deshalb gibt es den Knigge auch schon seit über vier Jahren. In letzter Zeit seien allerdings neue Phänomene hinzugekommen, die eine Überarbeitung notwendig gemacht haben. Den Menschen fehle immer häufiger das Wissen über die Kreisläufe in der Natur. Nur so könne man sich erklären, warum Kinder im Beisein ihrer Eltern Drachen im kniehohen Getreidefeld steigen lassen oder Spaziergänger mit ihren Autos die Zufahrten zu Feldwegen versperren.

Das sei aber noch nicht die Spitze des Eisbergs. »Landwirte haben erzählt, dass der Hundekot von den Wiesenrändern zwar entfernt, die gefüllten Kotbeutel dafür aber in die Mitte der Grundstücke geworfen, im Wald oder an Zweigen von Obstbäumen angeknotet entsorgt wurden«, berichtet Schäfer. Dabei ist ein angebrachtes Verhalten in Feld und Flur ganz unkompliziert: Wiesen und Felder sind Privatbesitz. Die Kreisverwaltung appelliert deshalb an die Bürger, dort nichts zu tun, wovon sie nicht möchten, dass es bei ihnen zu Hause passiert: Kein Hundekot im Baum oder auf der Liegewiese, keine zertrampelten Gemüsebeete und keine zugeparkten Grundstückseinfahrten.

Den Flyer gibt es als Download unter www.lahn-dill-kreis.de. (Symbolfoto: dpa)

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