26. August 2018, 19:37 Uhr

Freie Fahrt für Pedalritter

26. August 2018, 19:37 Uhr

Wenn Ende August beim 18. Autofreien Sonntag im Lumdatal das Wetter ein wenig wechselhaft wie im April erscheint, mal kalt, dann warm, meist windig, ist es lange noch kein Aprilscherz, wenn die Pedalritter zum Sitzknochenvermessen auf das sogenannte Popometer gebeten werden. Im Fahrradladen »Andis Radmühle« in Treis (ehemalige Tankstelle Klein) gibt es diesen speziellen Sitz zur Abstandsermittlung der beiden Gesäßknochen. Jetzt noch drei Zentimeter Aufschlag hinzu geben – und die optimale Sattelbreite steht fest.

Diesen Service nutzten einige der vielen Teilnehmer am gestrigen Sonntag im Lumdatal. Mit dem Rad, mit Skateboards, auf Inlinern und auch hoch zu Ross waren zahlreiche Menschen auf den für den Autoverkehr gesperrten Straßen von Staufenberg über Allendorf/Lumda in die Rabenau und zurück unterwegs. Am Rande der Strecke gab es vielfältige Angebote, viele Vereine aus den dfrei Orten engagierten sich.

Nochmals zum Popometer: Wenn der Sattel partout nicht passen will, hilft weder Hoch- und Runterstellen, noch Kippen nach vorne oder hinten oder ein gepolsterer Sattelbezug. Das Geheimnis guten Sitzens auf dem Rad liegt in der individuellen Sattelbreite. Ebenso geheimnisvoll wie dieser Ratschlag erschien der abschließende Segen für die Radler im Rahmen des Hofgottesdienstes zum Autofreien Sonntag von Diakon Markus Müller von der katholischen St. Franziskus-Gemeinde. Das Fürbittengebet für alle Teilnehmer mündete ein in den großen Segen für die anwesenden Radler. Diakon Müller erläuterte, dass eigentlich nur die Fahrer unter Gottes Schutz gestellt würden. Die Segenshandlung hebe nicht auf das Rad ab, sonst dächten die Leute noch, sie bekämen dann keinen Platten mehr, sagte Müller. Mechanisches Malheur könne der Segen aber nicht verhindern. Der Diakon meinte, »je mehr wir Gott in unser Spiel lassen, umso aufmerksamer werden wir«, am Autofreien Sonntag eben als Verkehrsteilnehmer. Vielleicht helfe der Segen auch mit, das gegenseitige Anlächeln auf der Strecke besser gelingen zu lassen.

Ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm für die Pedalritter gab es in Staufenberg, Mainzlar, in Treis sowie in Allendorf, Londorf und Kesselbach. Auch für die Verpflegung war ansprechend gesorgt. Da das Wetter am gestrigen Sonntag mitspielte, waren letztendlich alle zufrieden – die Aktiven und die Veranstalter.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Diakone
  • Lumdatal
  • Tankstellen
  • Wetter
  • Allendorf
  • Rabenau
  • Staufenberg
  • Volker Heller
  • Lädt

    Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben - Ihre Meinung zum Thema ist gefragt


Kommentare werden erst nach einer Prüfung durch die Redaktion veröffentlicht. Bitte beachten Sie die Netiquette sowie die Hinweise nach dem Absenden Ihres Beitrags.


Überschrift
Meine Meinung





Sie haben noch kein Login? Jetzt kostenlos registrieren.

Registrieren Sie sich kostenlos um Ihren Kommentar abzuschließen:

Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet werden und nicht ohne Zustimmung an Dritte weitergegeben werden.


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 4 + 1: 




Sie sind bereits registriert? Zurück zum Login.