30. August 2018, 22:12 Uhr

Verkehrssituation in Lindenstruth

Freie Fahrt durch den Kobauweg?

30. August 2018, 22:12 Uhr

Die Firma Weiss in Lindenstruth ist mit ihren rund 900 Arbeitsplätzen wichtig für die ganze Großgemeinde Reiskirchen. Aber der Lkw-Verkehr in die Greizer Straße stellt für den alten Ortskern von Lindenstruth eine Belastung dar. Wie viele Lastwagen dort eigentlich täglich unterwegs sind, soll nun geklärt werden. Einstimmig bei einer Enthaltung hat die Gemeindevertretung einen Prüfantrag in Sachen Kobauweg beschlossen.

Der Gemeindevorstand soll eruieren, ob diese Verbindung zwischen der Marburger Straße in Lindenstruth und der Bersröder Straße in Reiskirchen (L 3129) als gemeindliche Verbindungsstraße gewidmet werden kann, wie viel ein Ausbau kosten würde und ob sich »betroffene Firmen« an der Finanzierung beteiligen würden. Im Entwurf des Flächennutzungsplanes, der aktuell aufgestellt wird, soll der Kobauweg als gemeindliche Verbindungsstraße dargestellt werden, mit einer Verschwenkung in Richtung Parkplatz der Firma Weiss. Damit soll verhindert werden, dass der Schwerlastverkehr künftig durch die Marburger Straße rolle, erläuterte FW-Vorsitzender Gerhard Albach den Antrag seiner Fraktion.

 

Sattelzüge im alten Ortskern

 

Aktueller Anlass für diesen Vorstoß war die geplante Anmietung von Hallen im Kobauweg durch Weiss und die sich daraus ergebende Frage nach der verkehrsrechtlichen Verbindung. Doch »der Verkehr zum Lager wird nicht der große Hammer sein«, vermutet FW-Mann Karl-Heinz Scherer. »Die fahren ja nicht dauernd hin und her.« Im Kern gehe es um die Zahl der Lkw, die täglich fahren. »Das ist die Aussage, die wir gerne hätten. Weiss sei ein bedeutsames Unternehmen. Es bleibt uns hoffentlich noch lange erhalten. Aber 40-Tonner-Sattelzüge im alten Ortskern sind auf Dauer nicht haltbar.«

Rolf Tobisch hielt den FW-Antrag für »eine vernünftige Lösung. Allerdings: Die Öffnung des Kobauwegs würde zwar eine Entlastung des alten Ortskerns von Lindenstruth bedeuten, aber auch ein Mehr an Verkehr für die Bersröder Straße in Reiskirchen. Tobisch kann es nicht oft genug wiederholen: »Am sinnvollsten wäre die Nordumgehung.«

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