06. August 2018, 21:22 Uhr

Freibad am Busecker Hallenbad?

06. August 2018, 21:22 Uhr

Die Busecker CDU steht der Idee, dass Buseck wieder ein Freibad bekommt, offen gegenüber. Beim Standort Wieseckinsel zeigt man sich jedoch in einer Pressemitteilung skeptisch. Stattdessen favorisiert man eine Kombilösung mit dem Hallenbad.

»Wir sind bei Weitem nicht so euphorisch wie der SPD-Orstverband Großen-Buseck, der lediglich von einer Reaktivierung spricht und den Eindruck vermittelt, dass dieses Projekt einfach zu realisieren ist«, schreibt Fraktionsvorsitzender Frank Müller. »Ein Neubau des Freibades wird uns nach vergleichbaren Projekten mehr als zwei Millionen Euro kosten.« Dabei müsse man auch die Folgekosten im Blick haben. Müller rechnet hier mit 150 000 Euro, die jährlich auf die Gemeinde zu kommen. Gleichzeitig habe Buseck auch Bedarf für andere Infrastruktur, beispielsweise eine neue Kindertagesstätte. Diese verursache auch Folgekosten. »Neben dem muss der Ausgleich des Haushaltes sichergestellt sein.«

Ob letztendlich ein Naturbad eine realistische Alternative zu einem konventionellen Freibad mit Wasseraufbereitung sein könnte, hängt für die CDU auch vom Standort ab. Beim letzten Hochwasser seien große Teile der künftigen Freibadfläche überflutet worden. Die CDU befürchtet in solch einem Fall einen Totalverlust. Zudem hat man Sorge über die Parkplatzsituation mitten im Ortskern. Die CDU will daher unter Berücksichtigung der beiden Förderprogramme des Landes Hessen eine Machbarkeitsstudie fordern, die alle relevanten Kriterien für eine sachgerechte Entscheidung beinhalte.

»Für uns ist eine erneute Prüfung des Alternativstandortes am Hallenbad nicht vom Tisch«, sagte Müller. Ein Kombibad aus Hallen- und Freibad sei die wirtschaftlichste Lösung. »Am Hallenbad stehen ausreichend Parkplätze zur Verfügung, eine Bushaltestelle, Umkleiden und Duschen des Hallenbades sind vorhanden und die Fläche hinter dem Hallenbad ist ein sehr geeigneter Standort.« Für die Schüler der IGS Busecker Tal sei das Bad leicht erreichbar. »Weitere betriebliche Synergien können durch eine Erweiterung der Wasseraufbereitung erreicht werden. Aber auch ein Naturbad könnte am Standort möglich sein.« Die CDU wolle die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie abwarten.

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