29. März 2018, 18:00 Uhr

»Menschen des Respekts«

Finanzminister ehrt 700 Mitarbeiter für Spendenaktion

Damit ihr Kollege Andreas Graf Zeit mit seinem leukämiekranken Sohn verbringen kann, spendeten Mitarbeiter der Firma Seidel 3300 Überstunden. Nun hat die Landesregierung sie ausgezeichnet.
29. März 2018, 18:00 Uhr
Massenehrung: Finanzminister Thomas Schäfer (3. v. r.) zeichnet Mitarbeiter der Firma Seidel für ihre besondere Spendenaktion aus. Sie hatten für Andreas Graf (Mitte, mit Fußball) rund 3300 Überstunden gesammelt. (Foto: pm)

Rund 700 Mitarbeiter der Firma Seidel und des Tochterunternehmens Carus hatten ihrem Kollegen Andreas Graf 2017 knapp 3300 Überstunden gespendet, damit er sich in Ruhe um seinen an Leukämie erkrankten Sohn Julius kümmern kann. Viele Medien hatten bundesweit über diese besondere Aktion berichtet.

Am Mittwoch hat die Landesregierung das Engagement gewürdigt: Finanzminister Dr. Thomas Schäfer zeichnete die Mitarbeiter am Firmenstandort Fronhausen als »Menschen des Respekts« aus. »Sie zeigen tiefes Mitgefühl und Solidarität und helfen so auf wunderbare Art und Weise einem Arbeitskollegen und seinem kleinen Sohn, mutig dem Schicksal die Stirn zu bieten«, lobte der Finanzminister.

 

Dankschreiben für jeden Mitarbeiter

»Einer für alle und alle für einen, so stehen Sie zusammen. Genau das macht Sie zu Menschen des Respekts.« Jeder Mitarbeiter erhält im Zuge der Auszeichnung ein Dankschreiben.

Im vergangenen Jahr musste der inzwischen fünfjährige Julius aufgrund einer Leukämie-Erkrankung zur stationären Behandlung ins Krankenhaus. Da Andreas Graf seinen Jahresurlaub bereits aufgebraucht hatte, sprangen die Kollegen ein.

 

Unkonventionelles Handeln

Schnell und unkonventionell war die Hilfe für Graf junior und senior, die inzwischen in Pohlheim wohnen, angelaufen: Listen wurden in den Gängen der Firma ausgehängt, manche Mitarbeiter spendeten 30 Überstunden.

Auch die Geschäftsführung ging mit gutem Beispiel voran. Binnen zwei Wochen kamen fast 3300 Überstunden zusammen.

»Hier wird das Zwischenmenschliche gelebt«, sagte der Finanzminister und fand auch für die Geschäftsführung lobende Worte: »Die Aktion wurde durch Sie nicht nur von Beginn an unterstützt, sondern sogar ins Leben gerufen.

 

Julius geht es wieder besser

Auch in anderen Fällen, in denen Mitarbeiter privat in Not gerieten, haben Sie bereits großzügig geholfen. Daran können und sollten sich Unternehmen ein gutes Beispiel nehmen.«

Mittlerweile arbeitet Andreas Graf wieder halbtags. Sohn Julius ist weiter in Behandlung, aber auf dem Weg der Besserung.

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