04. September 2017, 20:27 Uhr

Feinster Schweden-Pop

04. September 2017, 20:27 Uhr

Erinnerungen an die Siebzigerjahre, an die eigene Lebens- und vielleicht auch Liebesgeschichte – oft sind Stationen unseres Daseins ganz eng mit Liedern verknüpft. Am Samstagabend vermochten sich vermutlich viele der rund 500 Besucher auf Hof Grass beim Zuhören, Mitfeiern und -tanzen daran erinnern, mit wem er oder sie anno 1974 im Wohnzimmer saß, als die Karriere von ABBA so richtig Fahrt aufnahm: »Waterloo« war damals der Siegertitel beim Eurovision Song Contest und der internationale Durchbruch für das legendäre Pop-Quartett aus Schweden. Daran erinnerte die Tributeband »Sweden4ever« mit ihrem gefeierten Gastspiel.

Ohrwürmer und Gänsehaut

Hatte das eine oder andere eng umschlungene Paar am Samstagabend nicht vielleicht bei »Does your mother know?« zum ersten Mal miteinander getanzt? So mancher Mann im Publikum dürfte noch genau gewusst haben, wo er einst seine »Dancing Queen« zum ersten Mal gesehen hat.

ABBA – das waren Agnetha Fältskog, Björn Ulvaeus, Benny Andersson und Anni-Frid Lyngstad. 1982 lösten sie die Band aufgrund privater Differenzen auf. Auf Hof Grass 2017 traten in ihre Fußstapfen – optisch nicht ganz zum Verwechseln ähnlich, aber musikalisch in Harmonie und Einklang – Petra Dickes, Sven Roth, Albert Karasek und Birgit Sohns (mit Erik Schüssler als Schlagzeuger). »Sweden4ever« standen dem Original stimmlich um nichts nach – ganz im Gegenteil. Sogar um die Kostüme kümmert sich Agnetha-Double Petra Dickes selbst. Sie hatte vor 25 Jahren die ABBA-Coverband mit Ehemann Franz und Schwester Birgit Sohns gegründet.

Der nahende Herbst war schon zu fühlen, aber im Zelt auf Hof Grass tanzte man sich bei einem »Aperol Spritz« und in Erinnerung an vergangene und schöne Tage warm.

ABBA zählt mit bislang über 380 Millionen verkauften Tonträgern zu den erfolgreichsten Bands weltweit. »Tonträger, damals auch sogenannte Singles« – da erlaubte sich Birgit Sohns schon mal die Frage an die Zuhörer, ob sie denn noch wissen, was das war? Und dass man eine A- und B-Seite hatte? Das macht richtige ABBA-Fans aus: Sie spielen auch die Lieder, die auf den B-Seiten nur nettes Beiwerk zum Hit der A-Seite sein sollten, etwa »Elaine«: Der Song ist ähnlich melancholisch wie der Superhit der A-Seite, »The winner takes it all«. Zum Finale gaben »Sweden4ever« den Fans das Lied der Freundschaft mit auf den Heimweg: »The way old friends do«. Gänsehautgefühl.

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