26. Juni 2018, 21:01 Uhr

Erfolgsgeschichte gefeiert

26. Juni 2018, 21:01 Uhr
Ehrungen mit (v. l.) Dieter Seipp, Rosemarie Schindler, Hans Schindler, Horst Weitze, Hartmut Seipp. (Foto: vh)

Der Ortsverband Mainzlar des Sozialverbands VdK hat am Wochenende im Foyer der Stadthalle sein 70-jähriges Bestehen gefeiert. Der Vorsitzende Dieter Seipp hatte ein historisches Protokollbuch mitgebracht. Der erste Eintrag darin stammt vom Juli 1948 und zählt 16 Gründerpersonen auf, die Heinrich Krug I. zu ihrem Vorsitzenden wählten. Die stetig anwachsende Mitgliederzahl hatte lediglich Ende der 90er Jahre eine Delle und liegt nun bei 117 Personen.

Seipp erläuterte, der VdK biete in Mainzlar oder beim Kreisverband in Gießen Beratungstätigkeiten an. Der größte Sozialverbands in Deutschland mische sich darüber hinaus in der Berliner Sozialpolitik ein, fordere etwa die Mütterrente für alle. Kreisvorsitzender Horst Weitze sagte, die Historie der 63 Ortsverbände sei oft recht mager belegt. Nicht überall liege ein Protokollbuch vor. 1946 als Selbsthilfeorganisation für Kriegsopfer gegründet, habe sich der VdK rasch in ganz Deutschland ausgebreitet

In den 70er Jahren sei die Öffnung für alle erfolgt, die durch Alter, Krankheit oder Behinderung Probleme hätten. Die großen Themenfelder seien Rente, Pflege, Arbeitslosigkeit und Barrierefreiheit. Vom VdK bezahlte Juristen vertreten die Mitglieder vor den Sozialgerichten. Jährlich würden zweistellige Millionenbeträge an Rückzahlungen erwirkt. Der Kreisvorsitzende Weitze äußerte sich kritisch über Kurzzeitmitglieder, die nach dem Ende eines Verfahrensstreits gleich wieder austräten.

Bürgermeister Peter Gefeller sprach ein Grußwort, außerdem übergab er Spendenbriefe. Der VdK habe viele Sozialgesetze mitbeeinflusst, hob er hervor. Aktuell sei auch die Versorgung der Kriegsopfer wieder gefragt, nämlich für rückkehrende Soldaten aus Afghanistan. Pfarrerin Jutta Martini nannte den bisherigen Weg des VdK eine »Erfolgsgeschichte«. In einer Zeit wo soziale Kälte zunehme, seien Solidarität und soziale Gerechtigkeit wichtig.

Der ehemalige Vorsitzende Hans Schindler wurde für langjährige Vorstandsarbeit mit der goldenen Ehrenmedaille am Bande ausgezeichnet. Rosemarie Schindler wurde ebenso für langjährige Arbeit als Frauenbeauftragte des Vorstands geehrt. Hartmut Seipp erhielt eine Urkunde für langjährige Mitgliedschaft.

Constanze Faulenbach sang und spielte Geige, die Mädchenschaft Grashoppers Mainzlar sorgte für Getränke, und der Chor »treiStimmig« (Treis) mit Dirigent Matthias Schulze verschönerte den Nachmittag.

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