11. Mai 2017, 19:53 Uhr

Elf Stolpersteine werden gesetzt

11. Mai 2017, 19:53 Uhr

In Hungen werden am 17. Mai ab 14 Uhr elf weitere »Stolpersteine« gesetzt. Mit dem Projekt des Künstlers Gunter Demnig will man an die Opfer der NS-Zeit in der Schäferstadt erinnern und kleine Namenstafeln vor dem letzten selbstgewählten Wohnort der Opfer einlassen.

Die Hungener Gruppe »Spurensuche« erforscht seit fast 30 Jahren die Familiengeschichten ehemaliger jüdischer Mitbürger. Da die Erinnerung an den Namen in der jüdischen Religion von besonderer Bedeutung ist, wurden im vergangenen Jahr bereits elf Stolpersteine vor den Häusern von drei Familien in der Obertorstraße verlegt.

Die neuen Steine werden von Demnig vor den Häusern Untertorstraße 20 der Familie Gonsenhäuser, Obertorstraße 37 der Familie Löb, Obertorstraße 12 der Familie Adolf Sulzbach und Liebfrauenberg 17 der Familien Steinhauer/Seelig verlegt. Beginn ist um 14 Uhr vor der Metzgerei Bender (Standort ehemaliges Amtshaus). Bürgermeister Rainer Wengorsch wird ein Grußwort sprechen, die Geschichte jeder einzelnen Familie wird verlesen.

Am Liebfrauenberg 17 werden die Bläsergruppe der Gesamtschule Hungen »Hungen Winds« und Schüler des Faches Darstellendes Spiel die Verlegung der Stolpersteine beenden. Hier wird die Enkelin des Ehepaares Edwin und Irma Seelig, Vered Kalir, die zu diesem Anlass mit ihren zwei Töchtern aus Israel gekommen ist, über ihre Familie sprechen.

Während Adolf Sulzbach mit seiner Tochter Gertrud 1934 in die USA fliehen konnte, wurden Gustav und Paula Gonsenhäuser, Tirza Löb, Maier Moritz Steinhauer, seine Frau Rosa und seine Schwester Frieda ermordet. Emanuel Edwin Seelig, der letzte Kantor der jüdischen Gemeinde in Hungen, heiratete Irma Seelig. Gemeinsam mit Tochter Ester flohen sie 1936 nach Palästina.

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