Die Kreisvolkshochschule bringt Bildung in die Fläche. Das gehört seit jeher zu ihren zentralen Aufgaben. Aber im neuen Programmheft ist das Kapitel mit den Kursangeboten in den Außenstellen ganz besonders dick ausgefallen. Aus gutem Grund: In den kommenden zwei Jahren wird das VHS-Haus im Kreuzweg von Grund auf saniert und umgebaut. Als Unterrichtsort wird es nicht zur Verfügung stehen.

Das Team um KVHS-Leiter Torsten Denker hat diesen Einschnitt als Chance begriffen und überall im Landkreis nach neuen Lernorten gesucht. Mit Erfolg. In Museen, Cafés, Hotels, Bibliotheken, Keramikstätten oder Arztpraxen werden im bevorstehenden Schuljahr Kurse und Seminare stattfinden. Das breite Netzwerk, das die Kreisvolkshochschule zu vielen Institutionen, Organisationen und Persönlichkeiten in der Region geknüpft hat, zahlt sich dabei aus. Daneben wird der eigene Computer als Lernort immer wichtiger. Die Folgen der Digitalisierung machen sich in allen Programmbereichen bemerkbar. Wie Torsten Denker erläuterte, gehen die Angebote in zwei Richtungen. Man kann sich mit der Digitalisierung auseinandersetzen und gleichzeitig die dafür notwendigen Fertigkeiten einüben.

Inklusive VHS

»Einen Blick riskieren...«: So lautet der Titel des neuen Programmhefts. Der Appell richtet sich nicht nur an Teilnehmende, die schon länger das Angebot der KVHS in Anspruch nehmen. Man will auch neue Zielgruppen erreichen. »Bildung für alle und nah an den Bedarfen« – so definiert Landrätin Anita Schneider den Anspruch der Kreisvolkshochschule. Dass die Bedarfe auf dem Land teilweise erheblich anders sein können als in der Stadt, habe man aus einer Befragung in Allendorf/Lumda gelernt. Ein Beispiel: »Dass das Thema Heimat und Heimatgeschichte so nachgefragt wird, damit hätten wir nicht gerechnet.«

Ein ganz besonderes Augenmerk gilt der Inklusion. Als neuer pädagogischer Mitarbeiter kümmert sich Eric Mootz seit diesem Frühjahr um die Belange von Menschen, die beispielsweise nicht gut gehen, sehen oder hören können. Er hilft interessierten Teilnehmenden individuell bei der Suche nach einem passenden Kurs, er sorgt gegebenenfalls für einen barrierefreien Seminarort und organisiert auch Fortbildungen für Kursleiter in Sachen Inklusion.

»Nicht der Mensch mit Behinderung muss sich anpassen, sondern wir müssen auf ihn zugehen«, formuliert die Landrätin die Aufgabe. Eric Mootz ist unter der Telefonnummer 06 41/93 90-57 02 oder per E-Mail eric.mootz@lkgi.de zu erreichen.

Programmhefte Herbst 2018/Frühjahr 2019 der Kreisvolkshochschule liegen in den Rathäusern im Landkreis, in der Kreisverwaltung und im VHS-Haus im Kreuzweg in Lich aus. Information und Anmeldung unter www-vhs-kreis-giessen.de.

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