03. September 2018, 21:46 Uhr

Eine Schwalbe rettet noch keinen Löschteich

03. September 2018, 21:46 Uhr
Über den Löschteich scheiden sich die Geister. Einige Bürger wollen das Gewässer erhalten, andere würden ihm keine Träne hinterher weinen. (Foto: se)

Ortsbegehungen in Buseck sind informativ, lehrreich und besitzen auch einen gewissen Unterhaltungswert. Das gilt in besonderem Maße für die Begehung des Busecker Ortsteils Oppenrod, zu der Bürgermeister Dirk Haas und die Ortsvorsteherin Renate Renger geladen hatten. Erste Station dieses Rundgangs am Samstag war das Bürgerhaus, in dem Roland Kauer, der Vorsitzende des Bürgervereins, die Aus- und Umbaumaßnahmen erläuterte. So werde das Bürgerhaus einen sogenannten Plattformlift erhalten, der zu den Räumen im ersten Stock führt. Weiterhin angelegt wurde ein zweiter Notausgang; außerdem wurde ein Raum zur Aufbewahrung nicht benötigter Stühle und Tische eingerichtet. Im Herbst dieses Jahres sollen die Arbeiten im Bürgerhaus abgeschlossen sein.

Dicke Schlammschicht

Rund 25 Bürger beteiligten sich aktiv an dem Rundgang. Das zeigte sich bei der nächsten Station, dem Feuerlöschteich in der Ortsmitte, der dem einen oder anderen zuweilen ein Dorn im Auge ist, weil von diesem zuweilen ein leicht unangenehmer Geruch ausgehe. Davon war am Samstag aber nichts zu spüren. Der Teich wird vom Kompwiesengraben gespeist. Die Rohrleitungen im oberen Bereich des Grabens weisen zahlreiche undichte Stellen auf. Dabei tauchte die Frage auf: »Wie sieht die Zukunft des Teiches aus?« Bürgermeister Haas schlug vor, das Löschwasserkonzept des Landkreises Gießen abzuwarten und dann zu entscheiden.

Auf jeden Fall soll die seit mehr als einem halben Jahrhundert bestehende Betonwanne untersucht werden. Dazu müssen das Wasser abgelassen und die Schlammschicht am Boden beseitigt werden. Auf den Einwand eines Bürgers, dass man sich die Betonwanne nicht »angucken müsse«, reagierte Haas humorvoll, aber zurückhaltend. Auch der Hinweis eines Anwohners, dass hier am Löschteich regelmäßig Schwalben trinken würden, reichte nicht für eine endgültige Entscheidung aus.

Eine der nächsten Stationen war der Sportplatz in Oppenrod, der immer seltener genutzt werde. Gleichwohl ist die Fassade des Sporthäuschens von Bürgern des Ortes in ehrenamtlicher Arbeit neu gestrichen worden. Auch zum Baugebiet westlich des Friedhofes hatte der Bürgermeister einiges zu berichten. So werde durch die entsprechende Trassenführung die Steigung der Straße reduziert. Die Baumaßnahmen sollen bis zum Jahr 2021 abgeschlossen sein, doch gäbe es Probleme. »Wir haben den gesamten Berg regelrecht gelöchert«, sagte Haas. Dabei wurden 60, 70 Bohrungen vorgenommen, es wurden keine Schadstoffe gefunden. Das geologische Gutachten liegt vor. Allerdings haben sich vor 15 bis 18 Millionen Jahren Lavaströme des Vogelsbergs, zu der Zeit ein ausgesprochen aktiver Vulkan, ins Tal ergossen und wie anderenorts auch ihre Spuren hinterlassen. Erhöhte Eisen- und Nickelanteile im Boden sind die Folgen. »Für den Bergbau reicht es nicht«, bedauert Haas.

Mit einem Rundgang durch das Neubaugebiet um die Lisztstraße herum wurde die Ortsbegehung beendet. Dabei zeigte der Bürgermeister, wie durch Markierungen auf der Fahrbahn Probleme mit dem ruhenden Verkehr beseitigt bzw. verringert wurden. Außerdem wurde vor Ort festgestellt, dass nicht alle Anwohner beim Parken ihrer Fahrzeuge auf dem eigenen Grundstück besonders umsichtig vorgegangen sind. So ragten Teile mehrerer Autos auf den Bürgersteig und könnten so für Fußgänger ein Hindernis werden. Haas nutzte die Gelegenheit, einen der betroffenen Anwohner darauf anzusprechen. Ob er damit Erfolg hatte, wird sich zeigen.

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