10. September 2018, 22:08 Uhr

Ein fürstlicher Blick ins Land

10. September 2018, 22:08 Uhr
Elke Lepper kann über 100 Teilnehmer zur Führung um das Schloss Königsberg begrüßen. Im Hintergrund ist ein Teil des Schlosses zu sehen. (Foto: ws)

Vom Garten des privaten Schlosses Königsberg hatten die über 100 Besucher bei der Führung« mit Elke Lepper einen herrlichen Ausblick auf das Gießener Becken. Die evangelische Kirchengemeinde Königsberg hatte in Rahmen des Tages des offenen Denkmals zu dieser Führung, einem Gottesdienst und einer Gemeindeversammlung eingeladen. Thema der Gemeindeversammlung: »Die Zukunft der Biebertaler Kirchengemeinden«. Dank galt der Eigentümerin des Schlosses, Eva Tamschick, die den Rundgang im Garten ermöglicht hatte.

Zerstörungen im 30-jährigen Krieg

»Nichts ist für die Königsberger Geschichte wichtiger als die Historie des Schlosses. Wenn man die Heimat verstehen will, muss man seine Geschichte kennen«, so Elke Lepper. »Vom älteren Schlosse, der sogenannten »Altenburg« – hier stand früher auch ein Kloster – ist nur ein Mauerturm und weniges Gemäuer übrig«, schrieb Lehrer Christian Heibach 1863. Es wird angenommen, dass Graf Marquard II. um 1225 das Schloss bauen ließ. Am 2. Juni 1647, gegen Ende des Dreißigjährigen Krieges, wurde Königsberg durch Beschuss auf Turm und Schloss durch schwedische Soldaten schwer zerstört. Bald das halbe Dorf nahm Schaden. Der Wiederaufbau wurde 1656 mit der Fertigstellung des Schlosses beendet. Fürst Ernst zu Solms-Braunfels ließ das Schloss 1873/74 wegen Baufälligkeit bis auf die Grundmauern abreißen.

Im Jahr 1922 kaufte der Lehrer des Ortes, Christian Haibach, das Gelände vom Grafen von Solms-Braunfels für 2000 Goldmark. Sein Schwiegersohn, der Lehrer Hermann Tamschick, errichtete auf den Grundmauern des Hauptgebäudes unter Einbeziehung des gut erhaltenen Kellergewölbes, das noch von der ersten Burg stammt, 1925 ein burgähnliches Gebäude, das bis heute noch im Volksmund »das Schloss« genannt wird und von hohen Bruchstein-Stützmauern umgeben ist«, berichtete Elke Lepper.

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