14. Juni 2018, 10:34 Uhr

Schulsanierung

Ein Plan für die Gesamtschule in Allendorf

Der Schulstandort Allendorf/Lumda soll eine Zukunft haben. Doch der in die Jahre gekommene Bau bedarf der Sanierung. Ein Gutachten soll jetzt klären, was gemacht werden muss.
14. Juni 2018, 10:34 Uhr
Die Gesamtschule Lumdatal in Allendorf bedarf der Sanierung. Und: Es gibt dort Raumkapazitäten, die besser als bislang genutzt werden könnten. (Foto: jwr)

Millionen fließen in die Schulen, für die der Landkreis Gießen verantwortlich ist. Das ist gewollt als Investition in die Zukunft. Gerade die Gesamtschule Lumdatal wird als wichtiger Standortfaktor für den nördlichen Landkreis gesehen.

Vor diesem Hintergrund wollen die Mehrheitsfraktionen im Kreis ein Gutachten in Auftrag geben, das den Sanierungsbedarf an der großen Immobilie herausarbeitet. Geklärt werden sollen darin Fragen der Dringlichkeit sowie eine Kostenschätzung. Das zu erwartende Spektrum der Arbeiten reicht von Dachsanierungen über energetische Verbesserungen bis hin zum schnellen Internet-Anschluss.

Auf Grundlage dieses Gutachtens, so die Idee von SPD, Grünen und Freien Wählern, soll es eine Prioritätenliste für die Arbeiten geben. Vor Beginn der Arbeiten soll dies allerdings im Kreistag vorgestellt und freigegeben werden. Auf diesen Weg hat man sich am Dienstag im Bau- und Schulausschuss des Kreistags verständigt, der unter Leitung von Martin Hanika (CDU) tagte.

Auch die Opposition stimmte zu. Ergo ist zu erwarten, dass der Kreistag dies am Montag so auf den Weg bringen kann. Heißt mit anderen Worten: Die Dependance der Clemens-Brentano-Schule Lollar soll gesichert werden. Nicht mehr das »Ob« wird diskutiert, sondern das »Wann« und das »Wie«.

 

Was sagt die Schuldezernentin?

Eine »wohnortnahe und qualitativ hochwertige Schulstruktur« nennt die Koalition »unabdingbar« für den ländlichen Raum. Grünen-Sprecher Christian Zuckermann erinnert daran, dass sich die Koalition seit nunmehr zwei Jahren mit dem Schulstandort befasst.

Die Schule sei zu erhalten – »auch wenn sie nur noch wenige Schüler hat«. Zur Erinnerung: Dereinst gebaut für rund 800 Schüler, werden dort aktuell rund 250 Jungen und Mädchen in den Jahrgangsstufen fünf bis zehn unterrichtet.

Nachgefragt bei Schuldezernentin Dr. Christiane Schmahl (Grüne), die jüngst erst gemeinsam mit Kreispolitikerin und Allendorfer Kommunalpolitikern vor Ort war, um sich ein Bild zu machen. Was hat man beim Kreis schon konkret auf dem Schirm?

Beispielsweise die Sanierung des Sporthallen-Dachs und des Hallenbodens sowie die Dachssanierung von Klassentrakten: Die Sporthalle ist bereits über den Sportstätten-Entwicklungsplan im Blick. Die Bauunterhaltung des Landkreises wird die Sanierung des Hallenbodens angehen. Da der Zustand der Dächer bekanntlich nicht gut ist, soll das Gutachten präzisieren, welches Dach vorrangig saniert wird.

 

Kein schnelles Internet

Zwar ist die Stadt Allendorf/Lumda an schnelles Internet angebunden, die Gesamtschule profitiere davon aber noch nicht so, wie es wünschenswert wäre. Sie hat laut Schmahl gerade mal 35 Mbit/s.

In Zusammenarbeit mit der Breitband Gießen GmbH erfolgt der Ausbau der Breitbandversorgung aller Schulen des Landkreises in den kommenden zwei bis drei Jahren. Erreicht werden soll eine Versorgung von 30 Mbit/s in jedem Klassenraum. Dafür hat der Bund Fördermittel in Millionenhöhe bereitgestellt.

Was man ebenfalls sieht: Die Heizungsanlage ist von 1991. Da wird immer wieder von Problemen berichtet, um die sich in Folge die Bauunterhaltung des Kreises kümmert. Die Bauunterhaltung reagiert schnellstmöglich und hält die Anlage in Stand.

Was Schmahl bei allem Engagement für den Schulstandort auch weiß: Die Schülerzahlen werden allerdings durch politisches Engagement allein nicht steigen.

 

Einige Räume ungenutzt

Vor diesem Hintergrund stellt sich auch die Frage, was mit den Räumen geschieht, die aufgrund der aktuellen Schülerzahl am CBES-Standort Allendorf nicht genutzt werden. Gibt es beim Schulträger Landkreis Überlegungen, einen Teil der Schulgebäude für andere Zwecke bzw. Schulen zu nutzen?

Bislang nutzt der Kreis einige Räume zur trockenen Lagerung von Akten und Möbeln, auf die man bei Bedarf zugreifen möchte, erläutert Schmahl. Derzeit gibt es keine konkreten Pläne, die Liegenschaft anderweitig nutzen zu wollen.

»Wir haben kein Gebäude, das komplett lerrsteht«, sagt Standortleiter Ralf Achenbach auf Anfrage. Er habe den Eindruck, dass der Landkreis die Notwendigkeit von Sanierungen sehe und diese möglichst rasch in Angriff nehmen wolle.

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