01. November 2018, 13:00 Uhr

Dünsberg

Ein Parkplatz am Dünsberg für 200 000 Euro?

01. November 2018, 13:00 Uhr
Mittwochmittag: Die Raststätte auf dem Gipfel ist offen; der Parkplatz am Krumbacher Kreuz unterhalb des Keltentors füllt sich. Idee der CDU: Die Stellflächen in den Fichtenbestand hinein zu erweitern. (Foto: so)

Am 21. Oktober war es mal wieder soweit. Der Dünsberg wurde regelrecht überlaufen. Die Parkplätze am Fuß des Berges waren alle belegt – insbesondere die Stellflächen am Krumbacher Kreuz waren bereits am Mittag dicht.

Die Menschen parkten links und rechts der Landstraße, nutzen eine angrenzende Wiese. Der Freizeitdruck am fast 500 Meter hohen Hausberg des Gleiberger Landes ist ohnehin hoch – und an einem der voraussichtlich letzten spätsommerlich-sonnigen Sonntage des Jahres wurde es nochmals mehr.

Die Lösung für den Biebertaler CDU-Fraktionsvorsitzender Thorsten Cramer: Mehr Parkplätze. Schon 2007 hatten die Christdemokraten angeregt, am Krumbacher Kreuz weitere Stellplätze zu schaffen, indem ein Fichtenbestand gefällt wird. Der Beschluss von 2007 ist jedoch nicht weiterverfolgt worden. Jetzt erlebt die Initiative eine Renaissance durch eine Anfrage der CDU in der Gemeindevertretung.

Bürgermeisterin Patricia Ortmann weist derweil auf die Konsequenzen hin: »Wenn die Gemeinde einen weiteren Parkplatz ausweist, dann muss dieser auch als solcher hergestellt werden. Dazu reicht die Rodung einiger Bäume alleine nicht aus«. Im Raum steht da nicht nur das Herstellen der Parkfläche, sondern auch eine Ersatz-Aufforstung, die mit der Unteren Naturschutzbehörde und dem Forstamt Wettenberg abzustimmen ist. Die aktuelle Kostenschätzung liegt laut Ortmann in einer Größenordnung von rund 200 000 Euro. Mit Blick auf diese Summe will sie denn erst einmal den konkreten Bedarf für dauerhafte zusätzliche Parkflächen außerhalb von Großveranstaltungstagen abgeklärt wissen.

Und: Geld steht im aktuellen Haushalt dafür ohnehin nicht zur Verfügung. Auch im Entwurf für 2019 ist da nichts eingeplant. Werden jetzt 200 000 Euro als Hausnummer genannt, so wurden vor sieben Jahren schon einmal 125 000 Euro geschätzt.

Die Biebertaler Umweltbeauftragte Heidi Steiger hatte sich bereits 2011 des Themas angenommen. Auch damals war schon festgehalten worden, dass es einer Ersatzaufforstung im Verhältnis 1:1 bedarf – und zwar möglichst ganz in der Nähe.

Eine Alternative, die das Forstamt seinerzeit schon in die Diskussion einbrachte: Den Waldweg vom Parkplatz Krumbacher Kreuz in Richtung Fellingshausen als Wirtschafts- und Lagerweg zu erweitern. Bei Bedarf könnten just diese Flächen dann zum Parken genutzt werden

Und: Immer wieder wird die Bedarfsfrage gestellt, weil der bestehende Parkplatz oft ausreicht. Anregung der Bürgermeisterin jetzt: Nachweis über regelmäßige Fotodokumentation mit Datumsangaben.

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