14. August 2018, 22:16 Uhr

Edeka-Fläche soll kleiner werden

14. August 2018, 22:16 Uhr

Die Erweiterung des Edeka-Zentrallagers im Gewerbegebiet Ost ist derzeit eines der großen Themen in der Busecker Kommunalpolitik. »Schon bei den ersten Planungen gab es Bedenken gegen den Standort wegen des FFH-Gebiets«, berichtete Holger Fischer (Planungsbüro Fischer) im Bauausschuss. Es wurden Alternativen geprüft, aber keine zufriedenstellende gefunden. Auch der Fund des Ameisenbläulings sowie des Wiesenknopfs (ein Schmetterling und eine Staudenpflanze) machten die Planungen nicht einfacher. Schließlich konnte man jedoch die Reduzierung der vom Unternehmen gewünschten Fläche erreichen.

Statt der ursprünglich 3,5 Hektar im Schutzgebiet werden mit den neuesten Planungen dort nur noch 0,8 Hektar benötigt, wie Fischer berichtete. Dafür werden Ausgleichsflächen an der Wieseck ausgewiesen. Die neuen Planungen erfuhren Zustimmung im Bauausschuss – einzig eine Gegenstimme gegen einen Teil des Beschlusses kam vonseiten der Grünen.

Auch der Bau eines Mitarbeiterparkplatzes für die Edeka-Beschäftigten im Gewerbegebiet Ost auf der Fläche »Fischbach« beschäftigt die Politik bereits seit einiger Zeit. Hier soll nun die Änderung des Flächennutzungsplanes beschlossen werden. Neue Stellungnahmen erreichten die Gemeinde vonseiten des BUND und des NABU: Sie haben Bedenken wegen der Rodung der Fläche sowie aus artenschutzrechtlichen Gründen. Doch wurde der Artenschutz bei den Planungen schon sehr früh beachtet: »Wir haben die Fläche vor der Rodung auf artenschutzrechtlich relevante Bäume untersucht«, berichtete Mathias Wolf vom Planungsbüro Fischer. Etwas skurril ist dagegen die Stellungnahme des Forstamtes für die Planungen: »Man hat Bedenken gegen die Rodung ausgesprochen – vier Monate nach der Rodung und der vorangegangenen Genehmigung durchs Forstamt«, erklärte Wolf.

Ja zu zwei neuen Solarparks

Mit fünf Jastimmen, zwei Gegenstimmen sowie zwei Enthaltungen sprach sich der Ausschuss für die Änderung des Flächennutzungsplanes aus.

Thema im Bauausschuss waren zudem die beiden geplanten Solarparks in Alten-Buseck und Oppenrod: Dort sollen auf jeweils einem Hektar Fläche Fotovoltaikanlagen entstehen. Zwischen Alten-Buseck und Daubringen soll eine Anlage direkt an der A 480 entstehen. Die zweite Fläche befindet sich zwischen Oppenrod und Burkhardsfelden unmittelbar an der A 5. Bei beiden Flächen handelt es sich derzeit um Grünland – und genau da setzt Kritik der Freien Wähler an: »Die landwirtschaftlichen Flächen werden hier ohne Not verkleinert«, sagte Dietmar Schmidt (FW). Aufgrund der Trockenheit der letzten Wochen seien Bauern schon jetzt auf der Suche nach Futter für ihre Tiere – und durch die Wegnahme weiterer Grünflächen werde sich diese Situation noch verschärfen.

Auch Erich Hof (SPD) meldete Bedenken an: »Wir können solche Flächen in Zukunft nicht nach Belieben weiterhin ausweisen.« Doch nach Auskunft von Bürgermeister Dirk Haas (SPD) soll es in Zukunft voraussichtlich keine weiteren Solarparks im Gebiet geben: »Meiner Meinung nach gibt es in Oppenrod und Alten-Buseck keine weiteren Flächen, die sich zur Energieerzeugung anbieten – sowohl aus topologischen als auch aus weiteren Gründen.« Der Fachausschuss sprach sich bei zwei (Oppenrod) sowie drei (Alten-Buseck) Gegenstimmen der Freien Wähler mehrheitlich für die Solarpark-Planungen aus.

Daneben wurde auch für den Satzungsbeschluss für das Baugebiet »Auf der Riedstruth« in Großen-Buseck eine einstimmige Beschlussempfehlung gefasst, ebenso für den zweiten Bauabschnitt mit Änderung des Flächennutzungsplanes für das Baugebiet »Auf der Hainerde« in Großen-Buseck.

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