28. September 2018, 22:17 Uhr

Die neue Brücke wächst

28. September 2018, 22:17 Uhr
Seit Mitte Juni kein Durchkommen mehr: Die alte Äschersbachbrücke ist weg, der Neubau in vollem Gang. (Foto: pad)

Holzbretter ragen in den Himmel. Dicht an dicht stehen sie um ein Fundament aus Beton herum, in dem unzählige Eisenstäbe stecken. Ein paar Schritte entfernt steht ein Bagger, ein Stück weiter ein Kran. Metallzäune dienen als Absperrung. Dort, wo bis Mitte Juni die alte Brücke über den Äschersbach führte, ist derzeit Baustelle angesagt. Die Kreisstraße 159 zwischen Ettingshausen und Queckborn ist voll gesperrt. Kein Durchkommen bis Jahresende. Der Grund dafür: Im Auftrag des Landkreises lässt Hessen Mobil das Bauwerk erneuern und hat zu diesem Zweck nicht nur den Verkehr, sondern auch das Gewässer umgeleitet.

Altes Bauwerk war aus 1872

In den vergangenen drei Monaten hat sich vor Ort einiges getan: Die alte Brücke wurde abgebrochen, für die neue das Fundament hergestellt, sagt Kreispressesprecher Kays Al-Khanak auf Anfrage der Gießener Allgemeinen Zeitung. Am vergangenen Freitag ist auf Ettingshäuser Seite bereits das Brückenwiderlager – also die Tragkonstruktion für die eigentliche Brücke – betoniert worden. Auf Queckborner Seite ist dies für das Ende der ersten Oktoberwoche geplant. Derzeit wird dort das Brückenwiderlager eingeschalt und die Bewehrung eingebracht, so Al-Khanak.

Laut Al-Khanak liegen die Arbeiten bisher im Zeitplan und auch an den Kosten von 749 000 Euro ändere sich nichts. Diese umfassen aber nicht nur die Erneuerung der Überführung, die mit 652 000 Euro zu Buche schlägt, sondern auch eine Streckensanierung auf jeweils 35 Metern davor und dahinter, die mit 97 000 Euro veranschlagt ist. Das Land Hessen unterstützt das Gesamtprojekt finanziell mit rund 70 Prozent. Die restliche Fahrbahn der Kreisstraße zwischen Queckborn und Ettingshausen war bereits im Vorfeld saniert worden, nur den Bereich um die Brücke hatte man ausgespart.

Notwendig geworden war der Neubau, weil die 1872 erbaute Gewölbebrücke in mehrfacher Hinsicht nicht mehr den heutigen Anforderungen entsprach. Sie wies einen sehr engen Kurvenradius auf. Außerdem war die Fahrbahn nur rund 5,80 Meter breit. Aus straßenplanerischer Sicht bedurfte es einer Erweiterung auf acht Meter. Auch die einfachen Schutzplanken, Brüstungsmauern und schmalen Brückenkappen im Randbereich hinkten ihrer Zeit hinterher.

Mit dem Neubau soll sich das Ortsbild nur wenig verändern. An der Stirnseite des Gewölbes sollen die alten Natursteine wieder eingebaut und somit der neuen Brücke alter Charme verliehen werden.

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