10. Dezember 2018, 22:56 Uhr

Die älteren Langgönser im Blick

10. Dezember 2018, 22:56 Uhr

wird älter: Während 2015 noch rund 26 Prozent der Bevölkerung 60 Jahre und älter waren, werden es 2030 nach Prognosen 40 Prozent sein. Die Zahl der Bürger über 80 Jahre wird sich bis dahin wohl verdoppeln. Die Interessen dieser Altersgruppe vertritt der Seniorenbeirat. Vorsitzender Hans Ulrich Theiss zog nun eine Bilanz der Arbeit des Gremiums.

Die Liste der Projekte, die der Beirat bereits angestoßen hat, ist lang. Über das Projekt »Selbst.Ständig – Leben in Langgöns«, das unter anderem den Mittagstisch initiiert hat, wurde in dieser Zeitung bereits mehrfach berichtet. Nach dem Auslaufen der Förderung durch das Hilfswerk der Fernsehlotterie ist die AWO für ein Jahr als Förderpartner eingesprungen. Eine dauerhafte Finanzierung des Projekts müsse noch geklärt werden, sagte Theiss.

Als ein Problem hat der Beirat die Grundversorgung in den Ortsteilen ausgemacht. Hier bringt der Seniorenbeirat eine Erweiterung der Taxiangebote sowie die Einrichtung eines ehrenamtlichen Bürgerbusses ins Gespräch. »Die Service-Dienste der regionalen Banken und Sparkassen wurden leider weiter ausgedünnt, sodass die Grundversorgung nicht in allen Ortsteilen gegeben ist«, sagte Theiss. In puncto Ärzteversorgung sei Langgöns hingegen derzeit gut aufgestellt.

Im Januar 2019 sollen auch die Seniorenkurse für den Umgang mit Smartphone und Tablet erneut angeboten werden. Diese Veranstaltungen waren Anfang des Jahres besonders erfolgreich. »Die Nachfrage der Teilnehmer zwischen 50 und 80 Jahren ist nach wie vor groß«, sagte Theiss.

Das Angebot der Demenzbetreuung in Langgöns wurde wiederbelebt. Das »Blümchenkaffee« hat immer donnerstags von 14.30 bis 18 Uhr geöffnet. Da es gut angenommen wird und Gemeinde, Landkreis und Verbände der Pflegekassen es fördern, werde es 2019 fortgesetzt. Auch das Angebot »Anders Tanzen« bleibt erhalten.

Viel zu tun gibt es noch im Bereich der Barrierefreiheit im öffentlichen Raum. Während beim Neuausbau von Gemeindestraßen Barrierefreiheit zum Standard zählt, ist sie bei den alten Straßen nicht immer gegeben. Bei Straßenerneuerungen werde sie jedoch Schritt um Schritt umgesetzt. Aktuell werde über eine barrierefreie Rampe zwischen Bürgerhaus und Parkplatz zum Friedhof Dornholzhausen beraten. Zudem sollen fünf weitere Bushaltestellen barrierefrei ausgebaut und der Zugang zum rechten oberen Gräberfeld auf dem Friedhof Cleeberg verbessert werden. Da es bereits viele Ortsvereine gibt, die Mehrtagefahrten anbieten, will man hier nicht mit einem weiteren Angebot in Konkurrenz treten. Stattdessen soll eine Tagesfahrt ausgerichtet werden.

Grau ist alle Theorie: Um zu erfahren, bei welchen Anliegen den Senioren der Schuh drückt, ist im kommenden Jahr eine Umfrage geplant. Studierende der Verwaltungsfachhochschule Gießen werden dabei im ersten Halbjahr 2019 die Langgönser Senioren befragen. Die Ergebnisse solle im Mai 2020 präsentiert werden. Zudem plant das Gremium eine Veranstaltung zu Änderungen in der Straßenverkehrsordnung. Auch beim Projekt »Dorf-App« des Landkreises will man mitmachen. In der App sollen Bestell- und Mitbring-, aber auch Mitnahmeservices verankert werden.

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