21. November 2018, 22:18 Uhr

»Der Sohn des Irrbühls«

21. November 2018, 22:18 Uhr
Stadtführer Herbert Engel mit Rezitator Stephan Kannwischer vom NABU Horlofftal und dem Solms-Laubacher Archivar Gerhard Steinl (v. l.). (Foto: pm)

Jede Stadt hat Bürger, deren Werke und Taten in der Vergangenheit die Menschen noch heute inspirieren. In Hungen ist dies Karl Reinhardt. Der Maler lebte von 1895 bis 1980, seine Bilder hängen aber noch heute in vielen Wohnzimmern, zeigen die Landschaften der oberhessischen Heimat.

Reinhardt war aber auch Schriftsteller. Um 1930 schrieb er den Roman »Der Sohn des Irrbühls«. Die Geschichte fußt auf teils wahren Begebenheiten in der Zeit um den Ersten Weltkrieg in Hungen und besonders der Gemarkung Irrbühl. Der NABU hatte nun zu einer Lesung aus diesem Werk eingeladen.

Von Stephan Kannwischer wurden unter anderem Passagen aus »An der Horloff«, »Die alte Weide« und »Heimaterde« vorgetragen. Die Zuhörer wurde in die Entstehungszeit des Romans zurückversetzt. Die Lesung fand nahe Reinhardts Geburtshauses (früher Fotostudio Burgstaller) im fast schon überfüllten »Café am Markt« statt.

Stadtführer Herbert Engel berichtete in den Lesepausen zur Geschichte der Familie Reinhardt, ihres historischen Umfeldes in der damaligen Zeit des Kaiserreiches und der späteren Weimarer Republik. Er zeigte einige Originalzeichnungen und hatte für fast jedes Kunstwerk eine kleine Geschichte parat. Auch das alte Skizzenbuch wurde gezeigt. Der Nachlass hatte sich allerdings nach dem Tod seiner Tochter Ruth Reinhardt 2016 in alle Winde zerstreut. Einer der Besucher trug zudem eigene Erinnerungen an Reinhardt bei.

Zum Abschluss trug der Archivar des Gräflichen Hauses Solms-Laubach, Gerhard Steinl, noch die Geschichte »Der Bürgermeister von Meiches« in original oberhessischer Mundart vor. Auch nicht Mundartkundige konnten sich über die Irrungen und Wirrungen zweier Vogelsberger Honoratioren aus Meiches in der landesherrlich großherzoglich-hessischen Residenzstadt Darmstadt erfreuen. Stadtführer Engel schlug vor, an Reinhardts Geburtshaus eine Geschichtstafel anzubringen, um die Erinnerung an den bekannten Sohn der Schäferstadt wachzuhalten. Kannwischer schlug vor, eine Schule nach ihm zu benennen.

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