17. August 2018, 22:22 Uhr

Dekanat weist Kritik zurück

17. August 2018, 22:22 Uhr
Die Betreuung der Grundschüler in Biebertal wird neu aufgestellt. (Archiv-Foto: ddp)

In einem Elternbrief an die betroffenen Eltern hat das evangelische Dekanat Gießen die Gebührenerhöhung für die Schülerbetreuung in Fellingshausen erläutert und über die Hintergründe der unterschiedlich hohen Elternbeiträge innerhalb der Kommune Biebertal informiert.

Im Gegensatz zu Rodheim fließen keine Landeszuschüsse in die Schülerbetreuung nach Fellingshausen, so die Kirche. Das Land Hessen zahle erhebliche Zuschüsse für die Schülerbetreuung im Rahmen des Programms »Pakts für den Nachmittag«. Die Höhe dieser Mittel läge weit über dem üblichen Zuschuss zur Schülerbetreuung in Fellingshausen. Denn dort greift noch nicht der »Pakt für den Nachmittag«. Der Antrag soll jetzt auf den Weg gebracht werden. So lange läuft die Betreuung von bis zu 44 Kindern über das Angebot der Kirche plus ein ergänzendes Angebot der Gemeinde.

Das Dekanat erklärt außerdem, dass es im Frühjahr dieses Jahres die Gemeinde Biebertal, die Schule in Fellingshausen und den Landkreis Gießen darüber informiert hat, dass das Modell der Schülerbetreuung in Fellingshausen nicht kostendeckend getragen werden könne. »Auf Dauer kann das evangelische Dekanat die Verluste nicht ausgleichen.« Vor drei Jahren habe man der Bitte um Übernahme der Trägerschaft für die Schülerbetreuung entsprochen, während die Gemeinde Biebertal das aus Kostengründen abgelehnt habe. »Das Dekanat hat sich aus sozialer Verantwortung heraus für die Weiterführung der Schülerbetreuung entschieden, auch im Sinne der Familien, deren Kinder wir zum Teil schon in der evangelischen Kindertageseinrichtung in Fellingshausen betreut haben«, heißt es in dem Schreiben an die Eltern.

Mitte Mai habe das Dekanat mit der Grundschule, der Gemeinde Biebertal und dem Landkreis Gießen gemeinsam die Situation beraten. Sowohl der Landkreis Gießen als auch die Gemeinde Biebertal hätten eine Anpassung der Zuschüsse mit Verweis auf bestehende Förderrichtlinien oder fehlende Haushaltsmittel abgelehnt.

Gleichzeitig weist das Dekanat die Kritik zurück, es habe die Eltern zu spät informiert. Wörtlich heißt es in dem Brief: »Die Gemeinde Biebertal hat uns am 15. Juni, kurz vor den Sommerferien, abschließend mitgeteilt, dass sie keinerlei Mittel für die Schülerbetreuung stellt, weil es keine Pflichtaufgabe der Kommune sei.«

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