15. August 2018, 22:22 Uhr

»Das wird bestimmt ein schönes Haus«

15. August 2018, 22:22 Uhr
An der Lindenallee entsteht eine neue Seniorenresidenz: ABID-Geschäftsführer Georg Weimer, Architekt und Prokurist Stefan Hötterges, Bürgermeister Rainer Wengorsch, Erster Stadtrat Helmut Schmidt, Uwe Sames (Stadtverwaltung) und Onesta-Geschäftsführer Jan Zimmerschied beim symbolischen ersten Spatenstich. (Foto: us)

Jan Zimmerschied darf sich zunächst entspannt zurücklehnen. Erst wenn die »Seniorenresidenz Lindenallee« fix und fertig ist, kann der Geschäftsführer der Onesta Holding GmbH mit seiner Arbeit beginnen. Dann will er mit seinem Team in Hungen das »Haus der Pflege« nach einem neuen Konzept betreiben. »Wir wollen weg von der klassischen stationären Pflege«, sagt er und kündigt »mehr Ambulanz, mehr Selbstständigkeit, mehr Wahlfreiheit« an. »Das wird bestimmt ein schönes Haus.«

Aber soweit ist es noch nicht. Der Bau des Seniorenzentrums an der Lindenallee hat gerade erst begonnen. Mit der Fertigstellung wird Ende 2019 gerechnet. Dass das Interesse an der neuen Einrichtung aber jetzt schon groß ist, zeigten die zahlreichen Neugierigen, die am Mittwochvormittag den symbolischen ersten Spatenstich verfolgten. Auf dem 8000 Quadratmeter großen Grundstück zwischen Feuerwehrstützpunkt, Kindergarten und dem ehemaligen Kino sollen neben einer Pflegeeinrichtung für rund 70 Bewohner auch 35 Einheiten für Betreutes Wohnen, ein Haus-Café, eine ambulante Tagespflege, die allen Einwohnern Hungens offen steht, und Räume für Dienstleister aus dem Gesundheitsbereich entstehen. Bauherrin ist die ABID Senioren Immobilien GmbH aus Limburg, die in Hessen und Rheinland-Pfalz bereits eine ganze Reihe von Seniorenzentrum gebaut hat. »Es gab Mitbewerber, aber Konzept und Personen der ABID haben sehr schnell überzeugt«, sagte Bürgermeister Rainer Wengorsch. In Anbetracht der demografischen Entwicklung gebe es in Hungen Bedarf für diese Einrichtung. Die Politik habe das erkannt und in Kooperation mit der Hessischen Landgesellschaft das zentrumsnahe Grundstück erworben. »Die Rahmenbedingungen sind sehr gut, sagt Wengorsch und verweist auf die Nähe zu den Geschäften, zum Bahnhof, aber auch zum Freibad und zu Spazierwegen. Zudem eröffne der Kindergarten in der Nachbarschaft Möglichkeiten für generationsübergreifende Kontakte. Stefan Hötterges, Architekt und Prokurist bei ABID, lobte die reibungslose Zusammenarbeit mit der Stadt Hungen bei Planung und Entwicklung. »Jetzt muss das Zentrum nur noch gebaut und mit Leben gefüllt werden.«

Die barrierefreien Wohnungen fürs »Betreute Wohnen« sind unterschiedlich groß. Alle verfügen entweder über einen Balkon oder eine Dachterrasse, einen Tiefgaragenplatz und einen Abstellraum mit Anschlüssen für Waschmaschine und Trockner. Nebenan, im »Haus der Pflege« will die Onesta GmbH ein neuarttiges Pflegekonzept realisieren, das unter anderem schon in Wetzlar erprobt wird. »Wir kombinieren die Sicherheit der stationären Pflege mit der Flexibilität ambulanter Dienste«, erläutert Geschäftsführer Zimmerschied. Die Mieter der Pflegeapartments werden nicht in eine festgefügte Struktur eingebunden. Sie können wählen, wieviel Pflege sie wollen und brauchen. Sie sind nicht an den Pflegedienst im Haus gebunden, sondern können auch andere, vielleicht schon vertraute Anbieter wählen. Und ihre Angehörigen können, wenn sie das wollen, bestimmte Arbeiten übernehmen. Sie erhalten dafür gemäß Pflegestärkungsgesetz sogar ein Entgelt. Jan Zimmerschied verspricht sich viel von diesem Konzept: »Ich könnte mir vorstellen, selbst in so einem Haus zu wohnen.«

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