05. September 2018, 10:00 Uhr

Lumdatalbahn

Darum ist das Projekt Lumdatalbahn »nichts für Feiglinge«

Auch in Rabenau ist eine mögliche Reaktivierung der Lumdatalbahn eines der dominierenden Themen. Eine Erkenntnis: die Rabenauer Brücken sind mutmaßlich alle erneuerungsbedürftig.
05. September 2018, 10:00 Uhr
Vermutlich sind alle fünf Brücken auf Rabenauer Gebiet erneuerungsbedürftig. (Foto: vh)

Entlang der Trasse der Lumdatalbahn zwischen Lollar und Londorf gibt es in der Gemarkung der Stadt Staufenberg mit 15 die meisten Übergänge, während Rabenau die meisten Brücken (fünf) beisteuert. Im Rahmen ihrer Informationstour in den Parlamenten des Lumdatals machten Landrätin Anita Schneider und der Leiter der Abteilung Verkehr des Zweckverbands Oberhessische Versorgungsbetriebe, Stefan Klöppel, Endstation in Rabenau.

Einen Grundsatzbeschluss hatte man dort nicht vorbereitet. Für diesen Fall hätten die Referenten zuvor im Finanzausschuss berichten müssen. Somit nutzte das Gremium einstimmig die Formulierung »wohlwollende Kenntnisnahme«. Parlamentsvorsitzende Ida Becker (FW) stellte einen Grundsatzbeschluss für demnächst in Aussicht.

Im Lumdatal gibt es somit für die Wiederinbetriebnahme der Lumdatalbahn einen Grundsatzbeschluss (Allendorf/Lumda), zwei »wohlwollende Kenntnisnahmen« (Staufenberg, Rabenau) und einen Berichtsantrag zum Thema, der einstimmig beschlossen wurde und inhaltlich eine Absichtserklärung ist (Lollar).

 

Mobilität ein entscheidender Faktor

 

Die Landrätin formulierte nicht von ungefähr den starken Satz: »Solche Infrastrukturprojekte sind nichts für Feiglinge.« Offene Fragen könnten nur im Verlauf der bevorstehenden Planungsphase beantwortet werden. Mobilität nannte sie den einen mit »entscheidenden Faktor für die Zukunftsfähigkeit«.

Klöppel informierte, dass die Rabenauer Brücken mutmaßlich erneuerungsbedürftig seien. Von vier vorhandenen Bahnübergängen könne einer (Brodbachstraße) wegfallen. Die Bahnsteigkante in Londorf würde im Falle der Reaktivierung 90 Meter lang werden.

Die Finanzierung der Infrastruktur außerhalb des Bahnsteigs (Bahnreisende kommen mit Bus, Auto, Rad) sei Gemeindeaufgabe. Klöppel wusste aber, hierfür fließe Fördergeld zwischen 75 und 85 Prozent. Je weiter weg von Gießen man sich befinde, umso größer wiege der Zeitvorteil beim Bahnfahren. Das bedeutet, Rabenau hätte theoretisch den höchsten Nutzen von einer Lumdatalbahn. Den Zeitgewinn nannte Klöppel einen »Standortvorteil«.

Bärbel Schomber (SPD) meinte, die Lumdatalbahn könne nur »ein Gewinn für die Region sein«. Karl-Heinz Till (Grüne) sagte, in Bahnhofsnähe sei genügend Platz für Parkplätze und den Bus. Jürgen Bender (CDU) bekannte: »Wir vergeben uns nichts mit einer Zustimmung für die Planung.« Seien die Kosten zu hoch, könne man das Handtuch immer noch werfen. Ottmar Lich (FW) meinte: »Wir können unsere Nachteile durch die Schiene kompensieren.« Er machte Mut zum Anpacken.

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