30. August 2018, 22:30 Uhr

Curvy Supermodel

Curvy Supermodel: Larissa Ruppenthal aus Grünberg zieht Bilanz

Ins Finale von Curvy Supermodel hat es Larissa Ruppenthal zwar nicht geschafft, dennoch fällt ihr Fazit positiv aus. Was sich seit der Teilnahme an der Show alles verändert hat, erzählt sie hier.
30. August 2018, 22:30 Uhr
Ob bei RTL II oder einem Fotografen – Larissa Ruppenthal liebt es, vor der Kamera zu stehen. Auch wenn sie nicht Curvy Supermodel 2018 geworden ist – den Weg, den sie eingeschlagen hat, will sie weitergehen. (Foto: Markus Gleißner)

Der Traum vom Curvy Supermodel ist erstmal ausgeträumt. Sie haben den Einzug in das Finale der RTL 2-Show am Donnerstagabend verpasst. Wie geht es jetzt weiter?

Larissa Ruppenthal: Ich versuche gerade, in der Branche Fuß zu fassen. Aber dabei sind Geduld und ein langer Atem gefragt. Man muss für seinen Erfolg kämpfen.

Wie meinen Sie das?

Ruppenthal: Viele Mädchen wollen Model werden. Deshalb ist es wichtig, sich abzugrenzen, das Besondere an sich herauszustellen und dafür zu werben. Jeden Tag. Ich mache das vor allem über Facebook und Instagram, veröffentliche Fotos oder Videos. Damit möglichst viele auf mich aufmerksam werden.

Larissa Ruppenthal während der Show auf dem Laufsteg.	(Foto: RTL II/Silviu Guiman)
Larissa Ruppenthal während der Show auf dem Laufsteg. (Foto: RTL II/Silviu Guiman)

Was ist das Besondere an Ihnen?

Ruppenthal: Meine Stimme. Die kennt jetzt ganz Deutschland (lacht). Außerdem habe ich eine Lachfalte über der Oberlippe und natürlich mein Piercing in der Lippe.

Genau genommen in der Unterlippe. Das stieß bei den Juroren aber eher auf Kritik.

Ruppenthal: Ja. Trotzdem will ich es behalten, weil es zu mir gehört. Und es ist ja auch kein großer Ring, nur ein kleiner Glitzerstein, der das Leben ein bisschen bunter macht. So bin ich einfach.

Und wenn ein Kunde das Herausnehmen verlangen würde?

Ruppenthal: Dann ist das eben so. Es kommt Lippenstift drüber und man sieht nichts mehr davon. Aber diesen Fall hatte ich bisher noch nicht. Die meisten sagen: Cool, lass es drin, es passt zu Dir.

 

Die persönlichen Nachrichten waren durchweg positiv. Da kamen Kommentare wie: Ich finde dich mega

Larissa Ruppenthal

 

Das heißt, Sie haben vor der Show auch schon gemodelt?

Ruppenthal: Mehr privat für Fotografen. Aber derzeit sind zwei Laufsteg-Projekte hier in Grünberg geplant. Am 14. September die Modenschau bei Peperone und eine Woche später bei Allmendinger. Das sind quasi meine ersten Buchungen. Die hatten mich bei Curvy Supermodel gesehen und über Instagram angefragt, ob ich Bock hätte, für sie zu laufen.

Das kann man wohl unter dem Aspekt positive Resonanz verbuchen. Wie sieht es ansonsten mit Rückmeldungen aus. Haben sich seit Beginn der Ausstrahlung auch Kritiker zu Wort gemeldet?

Ruppenthal: Nein. Die persönlichen Nachrichten waren durchweg positiv. Da kamen beispielsweise Kommentare wie: Ich finde dich mega, du bis unsere Favoritin. Egal, was passiert, du bist unser Curvy Supermodel 2018.

Nicht ein böses Wort?

Ruppenthal: Keins, was direkt an mich gerichtet wurde. Meine Mama hat mal auf der Facebook-Seite von Curvy Supermodel geschaut. Da gibt es schon ein paar kritische Stimmen, aber die gibt es ja bei jedem Format.

Kritiker behaupten, die Mädchen würden in der Sendung vorgeführt. Haben Sie das auch so empfunden?

Ruppenthal: Überhaupt nicht. Im Gegenteil. Ich habe es geliebt vor der Kamera zu stehen und gestylt zu werden. Klar muss man auch im Bikini auf den Catwalk und hinterher wissen Millionen, wie Du fast nackt aussiehst. Aber ich gehe ja auch so ins Freibad, da sehen mich auch alle und es kümmert mich nicht. Damit hatte ich nie ein Problem. Ich finde, man muss seinen Körper so lieben, wie er ist.

Andere konnten nicht so gut mit neuen Situationen umgehen. Es sind Tränen geflossen, weil Haare beim Umstyling fallen mussten. Gab es für Sie auch einen solchen Moment?

Ruppenthal: Ich habe das Glück, dass meine Haare schnell wachsen. Aber die neue Frisur war erstmal ein Schock, immerhin sind 62 Zentimeter abgekommen. Im ersten Moment habe ich mich nicht mehr ganz so wohl gefühlt. Irgendwie nicht mehr als Frau. Nicht mehr so sexy.

Aber wenn es der Job verlangt, muss man es machen, oder?

Ruppenthal: Zumindest muss man sich überlegen, ob es das Geld wert ist, das man verdient. Wenn ja, muss man da als Model eben durch. Und so bin ich auch an die Aufgaben herangegangen.

 

Plötzlich kennt einen jeder. Alle wollen mit einem befreundet sein

Larissa Ruppenthal

 

Hat sich Ihr Privatleben seit der Show verändert?

Ruppenthal: Total. Plötzlich kennt einen jeder. Alle wollen mit einem befreundet sein, sich treffen, Fotos machen... Außerdem muss man die sozialen Netzwerke pflegen, ständig präsent sein, damit vielleicht eine Agentur auf einen aufmerksam wird. Und natürlich Fanpost beantworten. Dafür gehen jeden Abend drei, vier Stunden drauf.

Nervt das nicht?

Ruppenthal: Nein. Aber man muss Freunde und Familie etwas hinten anstellen, weil nicht mehr so viel Zeit ist wie vorher. Jeden Abend gemeinsam Fernsehen schauen ist nicht mehr drin. Und auch die Wochenenden sind zum Teil verplant.

Womit?

Ruppenthal: Modelcastings. Dort versuche ich Kontakte zu knüpfen. Vor drei Wochen beispielsweise waren wir für »Kurvenrausch« in Hamburg.

 

Wer einmal elf Stunden am Stück auf Highheels gestanden hat, der weiß, das ist echte Knochenarbeit

Larissa Ruppenthal

 

Die Modeindustrie ist ein knallhartes Geschäft. Wie gut werden die Mädchen in der Show auf dieses Business vorbereitet?

Ruppenthal: Das kann ich gar nicht wirklich beantworten, weil ich noch zu wenig in der Branche Fuß gefasst habe. Man hört ja immer, dass es kein Zuckerschlecken ist. Und wer einmal elf Stunden am Stück auf Highheels gestanden hat, der weiß, dass da etwas dran sein muss. Das ist echte Knochenarbeit.

Und dann kommt seitens der Juroren mitunter auch noch Kritik. Wie sind Sie damit umgegangen?

Ruppenthal: Ich habe mir das nicht zu Herzen genommen. Es ist ja keine Kritik an mir als Person, sondern an meiner Arbeit. Und dass beispielsweise meine Schultern immer nach vorne hängen, sagt mir meine Mama schon seit ich ein kleines Mädchen bin.

Sind Sie traurig, dass es vorbei ist?

Ruppenthal: Kein bisschen. Es war eine geile Erfahrung, ein tolles Kapitel in meinem Leben. Nicht viele bekommen diese Chance Und wo sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere.

Infokasten

Curvy Supermodel – Die Show

»Curvy Supermodel – Echt. Schön. Kurvig.« ist eine Castingshow des Senders RTL II. Die Folgen der dritten Staffel werden seit 26. Juli immer donnerstags um 20.15 Uhr ausgestrahlt. Wie bei Heidi Klums »Germany’s Next Topmodel« mussten die Kandidatinnen Shootings und Castings absolvieren und auf dem Laufsteg eine gute Figur machen. Voraussetzung für die Teilnahme waren allerdings »tolle Kurven«. Im Finale kommende Woche wird das Curvy Supermodel 2018 gekürt. Larissa Ruppenthal aus Queckborn schaffte es unter die besten Neun.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Facebook
  • Fernsehshows
  • Grünberg
  • Instagram
  • Kritiker
  • RTL Television
  • Grünberg
  • Christina Jung
  • Lädt

    Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben - Ihre Meinung zum Thema ist gefragt


Kommentare werden erst nach einer Prüfung durch die Redaktion veröffentlicht. Bitte beachten Sie die Netiquette sowie die Hinweise nach dem Absenden Ihres Beitrags.


Überschrift
Meine Meinung





Sie haben noch kein Login? Jetzt kostenlos registrieren.

Registrieren Sie sich kostenlos um Ihren Kommentar abzuschließen:

Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet werden und nicht ohne Zustimmung an Dritte weitergegeben werden.


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 10 / 2: 




Sie sind bereits registriert? Zurück zum Login.