10. August 2018, 22:01 Uhr

Windpark »Roßberger Forst«

Bürgermeister sorgen sich um Trinkwasserschutz

10. August 2018, 22:01 Uhr

Die Aktiengesellschaft »juwi« – einer der Projektierer der geplanten Windräder im Roßberger Forst – treibt das Vorhaben voran, will die erforderlichen Baugrunduntersuchungen in Auftrag geben. Da Trinkwasserschutzgebiete tangiert sind, bedarf es einer Ausnahmegenehmigung des RP Gießen.

Entsprechender Antrag des Wörrstädter Unternehmens hat Andreas Schulz, Bürgermeister der Großgemeinde Ebsdorfergrund, auf den Plan gerufen. Das Ziel: Schutz der Grundwasser- und Trinkwasservorkommen im Lumdatal und Ebsdorfergrund.

Mit einer Stimme sprechen

Der SPD-Politiker hat dafür die Amtskollegen aus den Nachbarkommunen Staufenberg, Allendorf und Rabenau ins Boot geholt. Ende August ist ein Gesprächstermin vereinbart worden, für fachlichen Rat wird ein Dipl.-Geologe hinzugezogen.

Wie Schulz auf GAZ-Nachfrage ausführte, sieht er von geplanten Mühlen »möglicherweise« neben dem Wasserschutzgebiet Wermertshausen auch jene in Londorf und Mainzlar betroffen. Das rund 360 Hektar große Vorranggebiet 3141 liegt im Wesentlichen in Ebsdorfergrund, kleinere Teile in Allendorf/Lumda; im Einzelnen umfasst es die Ortsteile Allendorf, Nordeck, Dreihausen, Leidenhofen, Roßberg.

»So sehr ich die Energiewende begrüße, der Schutz der wichtigsten Lebensgrundlage steht doch ganz oben auf meiner Agenda«, betont Schulz. Vom Treffen zu Monatsende erhofft er sich vor allem eine Bewertung aus Sicht der Hydrogeologie. Zu klären sei, inwieweit die Fundamente wie die theoretisch bis zu 20 Anlagen insgesamt – in Summe mehrere Tausend Tonnen schwer – sich negativ auf Trinkwasservorkommen auswirken könnten. Etwa indem Grundwasserströme beeinträchtigt werden. Diese und weitere schutzwürdige Interessen der Gemeinden möchten Schulz und Kollegen gewahrt sehen. Auch was eine eventuelle Gefährdung durch die Sammelstelle für schwach-radioaktive Abfälle Roßberg, 300 Meter vom Vorranggebiet entfernt, angeht.

Für November erwartet Schulz den Eingang des Genehmigungsantrags für die Mühlen, die im Übrigen alle auf Privatgrund von Besitzern aus den Großgemeinden Ebsdorfergrund und Allendorf/Lumda sowie des Landes (Hessen Forst) lägen.

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