13. August 2018, 22:13 Uhr

Bahnübergang bleibt zentrales Thema

13. August 2018, 22:13 Uhr
Ortstermin mit den Freien Wählern am Bahnübergang. (Foto: gdp)

Auf einem Traktoranhänger durch Flur, Ort und Industriegebiete fahrend, besichtigten die Busecker Freien Wähler um Manfred Buhl die aktuellen Baustellen in Alten- und Großen-Buseck. Vielfältig wie die Projekte waren auch die Haltepunkte auf der zweistündigen Rundreise. Am Gelände des Obst- und Gartenbauvereins Alten-Buseck hieß es Aufsitzen auf das »Reisemobil« von Ortslandwirt Dr. Dietmar Schmidt.

Erstes Ziel war das Industriegebiet Flößer Weg. Dort informierte Buhl seine Mitglieder über den weiteren Betrieb des Basaltwerkes Eltersberg. Am östlichen Rand des Industriegebietes Flößerweg wird die Firma A. Binzel ein 25 Meter hohes Hochregallager bauen, das von der Gemeindevertretung bereits genehmigt wurde.

Kritik an Deutscher Bahn

An der Einmündung des Flößerwegs bei Ruhl-Baustoffe auf die L 3128 soll ein Kreisel gebaut werden, da dort über 10 000 Fahrzeuge täglich gezählt werden. Längs der L 3128 zwischen Gießen-Wieseck und Alten-Buseck plant Hessen Mobil den Bau eines Radweges. Über eine neue Nachfolgenutzung des Areals der Hobby- und Sammlerwelt zum Jahresende ist den FW-Vertretern noch nichts bekannt. Eine mögliche zweite Zufahrt auf die L 3128 an dieser Stelle ist noch nicht konkretisiert, wäre aber möglich.

In Großen-Buseck gab es den ersten Stopp in der Mitte der Edeka-Straße nahe der Firma Feroment, wo auf dem gegenüberliegenden Naturareal die Firma Edeka einen Betriebsparkplatz für ihre Mitarbeiter plant. Auf dieser Feuchtfläche ist jedoch der unter EU-Naturschutz stehende sehr seltene »Ameisenbläuling« (Schmetterling) zu Hause. Dieser kann hier aber auch nur leben, weil in dieser Feuchtfläche die große Wiesenknopfpflanze wächst und die Rote Gartenameise zu Hause ist. Ob es gelingt, die beiden Tierarten umzusiedeln, damit dort Industriefläche entstehen kann, bleibt abzuwarten. Aus den Reihen der Freien Wähler kam die Anregung, ein Parkhaus zu bauen, in dem auch Bedienstete anderer Firmen ihre Fahrzeuge abstellen können, um den Verlust der naturnahen Feuchtfläche zu verhindern. Manfred Weller informierte anschließend über das große 100 Meter mal 100 Meter große Frischhaltelager der Firma Edeka auf dem ehemaligen Holzmöller Gelände.

Am Bahnübergang Edeka-Straße ging Weller auf die Problematik nach dem schweren Unfall auf dem Bahnübergang ein. Vor Ort wurde den Betrachtern auch noch einmal sehr deutlich, welch komplizierte Verkehrssituationen alltäglich an diesem Nadelöhr entstehen. Da anscheinend die Verantwortlichen der Deutschen Bahn (DB) sich nur durch ihre Rechtsanwälte vertreten lassen und nicht ihre Ingenieure zu den Lösungsgesprächen entsenden, wollen die Gemeindevertreter mit Bürgermeister Haas dafür sorgen, dass zumindest kurzfristig Straßenmarkierungen aufgebracht werden. Außerdem will man sich dafür starkmachen, dass breitere Links- und Rechtsabbiegespuren die Ausfahrt in die L 3128 den täglichen Engpass entschärfen sollen. Warum die DB-Verantwortlichen keine Sicherheitsschleifen, analog der Frankfurter Straße in Gießen, in ihr Schienensystem einbauen, um zumindest ihre Lokführer und Reisenden vor schweren Unfällen zu schützen, ist nicht nur für die Freien Wähler rätselhaft. Wie von Weller zu hören war, habe bereits Altbürgermeister Erhard Reinl während seiner Amtszeit um eine Lösung an diesem Nadelöhr mit der DB gekämpft.

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