05. September 2018, 22:13 Uhr

Bach gratis hören

05. September 2018, 22:13 Uhr

»Zur Gemüths-Ergetzung« der Musikliebhaber« hat Johann Sebastian Bach sein einziges gedrucktes Variationswerk für Cembalo genannt, das später als »GoldbergVariationen« bekannt wurde. Im Rahmen der Nacht der offenen Kirchen in den evangelischen Dekanaten Grünberg, Hungen und Kirchberg spielt Fritz Siebert dieses epochale Werk am Samstag, 8. September, um 20 Uhr in der Paradieskapelle in Kloster Arnsburg. Der Eintritt ist frei.

Bach nannte sein Werk in nicht zu unterbietendem Understatement schlicht »Clavier-Übung« und fügte auf dem Titel des Erstdrucks folgende ausführliche Erklärung hinzu: »Clavier-Übung bestehend in einer ARIA mit verschiedenen Veraenderungen vors Clavicimbal mit 2 Manualen. Denen Liebhabern zur Gemüths-Ergetzung verfertiget von Johann Sebastian Bach

Heute ist das Opus unter seinem populären Beinamen »Goldberg-Variationen« bekannt, was auf einen Bericht des ersten Bach-Biografen Johann Nikolaus Forkel zurückgeht. Bach habe das Werk für seinen Gönner Graf Hermann Carl von Keyserlingk in Dresden geschrieben, der an Schlaflosigkeit litt. Um ihm die Zeit in schlaflosen Nächten zu vertreiben, habe sich Keyserlingk ein paar Stücke gewünscht, »die so sanften und etwas muntern Charakters wären«. Sein Hauscembalist, der damals noch jugendliche Bach-Schüler Johann Gottlieb Goldberg, sollte sie ihm vorspielen. Zum Dank für das vollendete Werk habe Bach einen königlichen Lohn erhalten: »einen goldenen Becher, welcher mit hundert Louisd’or angefüllt war«, das höchste Honorar, das er jemals für eines seiner Werke entgegennehmen durfte.

Fritz Siebert begann im Herbst 2000 sein Studium an der Hochschule für Musik und Theater Hannover in den Fächern Cembalo und Hammerklavier bei Zvi Meniker. Im Oktober 2003 wechselte er an die Hochschule für Musik Köln und setzte sein Cembalostudium bei Ketil Haugsand fort. Dem Diplom im Jahr 2005 folgte ein Studium an der Folkwang Hochschule in Essen, das er 2007 mit dem Konzertexamen abschloss. Von Ende 2007 bis Anfang 2013 war er Cembalist des Kölner Ensembles NeoBarock. Neben CD-Aufnahmen beim Label ambitus entstanden Konzertmitschnitte beim WDR, Hessischen Rundfunk, SWR, BR sowie dem Deutschlandfunk. Im Herbst 2015 erschien beim Label Cybele eine für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik nominierte SACD mit Cembalowerken von Johann Sebastian Bach.

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