29. August 2016, 09:43 Uhr

Autofrei durchs Lumdatal

Mit dem Kanu durch das Lumdatal. Da staunte der Radfahrer und der Angler wunderte sich. Ist die Lumda schiffbar? Der autofreie Sonntag machte es möglich. Bei Kaiserwetter gingen Hunderte auf die Asphaltpiste zwischen der Vitalen Mitte in Staufenberg und dem Sportgelände auf dem Kesselbacher Doberg.
29. August 2016, 09:43 Uhr
In der Neuen Mitte Staufenberg ist Start und Ziel beim autofreien Sonntag … (Foto: Volker Heller)

Verboten war beim mittlerweile 16. autofreien Sonntag im Lumdatal nur die motorbetriebene Fortbewegung; ausgenommen eine freundliche Polizei-Patrouille auf ihrem »autofreien« Motorrrad. Den erwähnten Gag mit dem Kanu lieferte Oliver Kehling vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) Gießen. Der leidenschaftliche Kanut fuhr allerdings Rad, zog sein orangefarbenes Wasserfahrzeug auf dem Anhänger hinterher. Für den Reporter setzte sich Angelika Heckl kurzfristig ins Boot. Die junge Frau gehört zum ADFC Ingolstadt. In der bayerischen Großstadt gibt es keine autofreien Tage. Ganz im Gegenteil: Dort brummt vielmehr bei Audi das automobile Fließband. Überhaupt sei diese Idee in Bayern noch wenig bekannt, sagte Heckl auf Nachfrage hin.

Hartwig Leuer ist Vorsitzender des ADFC Gießen. In jedem Jahr wirbt er bei ADFC-Mitgliedern für die Teilnahme im Lumdatal, er selbst ist von Anfang an dabei. Immer geht es darum, Leuten außergewöhnliche Fortbewegungsmittel als Ideen für eine Autovermeidung aufzuzeigen.

Ob Liegeräder, Hochräder oder Rad mit Kanu. Caroline Mehle war Mitglied beim ADFC Göttingen, lebt jetzt in Darmstadt. Die junge Frau ist eine Urenkelin von Emil Mehle, dem Gründer der 1896 erbauten Fabrik für Aktenordner und Schreibwaren. 2006 schloss der bis dato Familienbetrieb sein Göttinger Werk.

Über Neuerungen bei der Veranstaltung sprachen wir mit Volker Hess. Auf dem Hof in der Mainzlarer Brunnenstraße 21 bewirtete die Nabu-Ortsgruppe Staufenberg. Hess, Mitglied der Arbeitsgruppe Dorferneuerung Daubringen, meinte, dass ein Abstecher dorthin nicht schaden könne. Die Idee, das zur Sanierung anstehende historische Wiegehäuschen nebst dem Vorplatz eigne sich zur Aufnahme der Naturschützer, nahm Formen an. Als Gaudi könnte man darin eine Radwaage aufstellen.

Denn, das zeigte auch das Lichterfest in Londorf am Samstagabend, es benötigt immer etwas Neues, soll die Resonanz anhaltend gut sein. Nachdem bereits die mobile Radwaschanlage nicht mehr kommt und diesmal auch die stets umlagerte Codierstation der Polizei im Londorfer Burggarten vergeblich gesucht wurde.

Löschübung bei über 30 Grad

Eine andere Neuheit darf getrost als gelungen bezeichnet werden, die erstmalige Einbeziehung des Ausstellungszentrums Staufenberg. Von hier wäre es übrigens nur einen Katzensprung zum Daubringer Wiegehäuschen. Noch ein Höhepunkt im Wortsinn stand erstmals beim Allendorfer Edeka, der XXL-Kran der Lahntaler Firma Greif-Holzbau, der Waghalsige in 60 Meter Höhe zog -. mit Sicherheitsgurt.

Gelungen war die Werbung in eigener Sache der Allendorfer Jugendfeuerwehren mit einer Löschübung am heißen Übungsobjekt bei ohnehin Temperaturrekorden. Feuerwehralltag realistisch dargestellt.

Letztlich die Stimmungskanone Brunhilde Trenz an der Drehorgel, sie gab den Radfahrtakt in Allendorf an. So bleibt dem autofreien Sonntag der Schwung erhalten.

Volker Heller

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