08. Juni 2018, 20:16 Uhr

Auf neuem Rasen soll Aufstieg klappen

08. Juni 2018, 20:16 Uhr
Staatssekretär Manuel Lösel (4. v. r.) übergibt den Förderbescheid über 50 000 Euro für die Sportplatzsanierung an Bürgermeister Stefan Bechthold (4. v. l.). (Foto: con)

Auf dem Kunstrasenplatz in der Oppenröder Straße in Steinbach haben seit anderthalb Jahrzehnten Fußballer trainiert, gespielt und die Fans mitgefiebert. Jetzt stehen dort Sanierungsarbeiten an: Der bereits 15 Jahre alte und verschlissene Kunstrasen wird abgetragen und anschließend mit einem mit Sand und Kautschuk (EPDM) verfüllten, hochbelastbaren Kunstrasen versehen. Auch eine Teilerneuerung der Ballfangzäune soll erfolgen, an Barrieren und Spielerkabinen sind ebenfalls Veränderungen geplant – diese werden vom FSV Fernwald in Eigenleistung erbracht.

Weitere Nutznießer

Die Arbeiten sollen im Juli beginnen und bis Ende August abgeschlossen sein – insgesamt wird mit einer Bauzeit von sechs Wochen gerechnet. Der neue Belag entspricht der aktuellen Norm für Sportanlagen und zeichnet sich durch eine hohe Belastbarkeit aus. Die Kosten für das Sanierungsprojekt betragen rund 300 000 Euro. »Wir müssen den Vereinen helfen, wo wir nur können«, sagte Bürgermeister Stefan Bechthold über die anstehende Sanierung und die damit auch auf die Gemeinde zukommenden Kosten. »Aber das tun wir gerne«. Zur Unterstützung bei der finanziellen Aufwendung wandte sich die Gemeinde an ein Investitionsprogramm des Landes Hessen.

Am Donnerstag überbrachte Staatssekretär Dr. Manuel Lösel nun einen Förderbescheid aus dem Sonder-Investitionsprogramm »Sportland Hessen«: Dieses dient der Sanierung und Instandhaltung bestehender Sportflächen und unterstützt jährlich rund 130 Projekte mit einem Gesamtvolumen von fünf Millionen Euro. Ziel ist es, die vorhandenen Anlagen der Breitensporteinrichtungen durch notwendige Sanierungen in ihrer Substanz zu erhalten und an die spezifischen Erfordernisse und Sicherheitsstandards anzupassen. »Wir investieren in die Zukunft des sportlichen Vereinslebens und machen Vereine gleichzeitig attraktiv für neue Mitglieder«, sagte der Staatssekretär. Und was er im Gepäck hatte, war nicht irgendein Förderbescheid: Die maximale Fördersumme beträgt 50 000 Euro – und genau diese erhält die Gemeinde Fernwald für die geplante Sanierung. »Einen Bescheid in dieser Höhe habe ich bislang noch nicht überbringen dürfen«, sagte Lösel. »Wenn wir hier etwas für den Sport tun können, ist das auf jeden Fall gut.«

Aber nicht nur die Fußballer des FSV sind Nutznießer der Sanierung: »Auch Grundschulen, Kindergärten und weitere Vereine aus Fernwald nutzen den Platz«, sagte Lösel. Somit sei die Sanierung des 104 mal 65 Meter großen Feldes ein Projekt, von dem die ganze Gemeinde etwas habe. »Und auch wenn der FSV am Mittwoch den Aufstieg knapp verpasst hat, im nächsten Jahr klappt es dann auf dem neuen Rasen ganz bestimmt««, sagte der Staatssekretär – und erntete für diese Aussage Zustimmung von Bürgermeister Stefan Bechthold und den Vertretern des Vereins.

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