05. September 2018, 22:05 Uhr

Altes Feuerwehrhaus - Abreißen oder stehen lassen?

Bei der Diskussion über die Zukunft des alten Feuerwehrhauses Lang-Göns durften auch die Bürger ihre Meinung sagen.
05. September 2018, 22:05 Uhr
Besonders die Parkplätze rund um das alte Feuerwehrhaus werden gut benutzt. Es sollen 20 weitere dazukommen. (Foto: se)

Normalerweise haben Bürger bei Sitzungen von Ausschüssen und der Gemeindevertretung selbst kein Rederecht. Jedoch ist manchmal die Mitsprache der Bürger ausdrücklich erwünscht – so wie nun in Langgöns im Sport- und Kulturausschuss. Hier wurde über die Zukunft des ehemaligen Feuerwehrhauses Lang-Göns gesprochen, wobei auch die Anlieger nach ihrer Meinung gefragt wurden.

Zahlreiche Anwohner nutzten die Gelegenheit. Zunächst wurden zwei Varianten zur Umgestaltung vorgestellt, die nur in Teilen voneinander abweichen. So soll die Gönsbachbrücke zwischen der verlängerten Straße Niederhofen für den motorisierten Verkehr gesperrt und nur von Fußgängern und Radfahrern passiert werden können. Der verlängerte Niederhofen wird für den übrigen Verkehr zu einer Sackgasse mit einer Wendeschleife für Pkw.

Vorgesehen ist auch die Errichtung einer Bushaltestelle in der Jahnstraße auf der Höhe des früheren Eingangs »Heimatkreis Bärn«. Dabei wurde darüber diskutiert, ob die Bushaltestelle so geschaffen wird, dass der Bus von keinem anderen Fahrzeug passiert werden kann, damit die Schulkinder keiner Gefahr durch den fließenden Verkehr ausgesetzt werden. »Das ist die sicherste Lösung«, sagte Bürgermeister Horst Röhrig.

Im verlängerten Niederhofen befinden sich parallel zum Kunstrasenplatz 35 Pkw-Stellplätze; diese sollen nach beiden Varianten um etwas mehr als 20 erweitert werden. Zur Nutzung des ehemaligen Feuerwehrgeländes schlug der Bürgermeister vor, die ehemalige Fahrzeughalle als Lagerhalle weiter zu nutzen, und auf einem Teil des restlichen Geländes »bezahlbaren Wohnraum« zu schaffen.

 

Anwohner kritisieren Lärm

 

In einer ausführlichen Stellungnahme unterbreiteten Martin Lüdge und Steffen Heußner in Namen der Fußballabteilung des TSV Lang-Göns weitere Vorschläge, unter anderem den Abriss des alten Feuerwehrhauses inklusive Turm und Renaturierung des Geländes als reine Grünfläche mit Bäumen und Sträuchern; auch als Ersatz für die Bäume auf der Sportplatzseite. Unterstützung erhielten die TSV-Fußballer durch Röhrig, der mehrfach darauf hinwies, dass Bäume in unmittelbarer Nähe zu Kunstrasenplätzen Probleme bereiteten.

Alles andere als zufrieden mit der derzeitigen Situation zeigten sich mehrere Anwohner. So beklagte eine in unmittelbarer Nähe wohnenden Bürgerin den Lärm, der durch den Sportbetrieb entstehe. »Ist das Spiel fertig, geht es im Sportheim weiter. Es langt«, sagte eine genervte Anwohnerin. Kritik gab es auch an den Altglascontainern. Diese könne man auch dort aufstellen, wo Flaschen verkauft werden – also vor den Einzelhandelsgeschäften. Weitere Anwohner beklagten den Lärm, der vom Spielplatz am Lochmühlenweg ausgeht. Damit meinten sie aber nicht den Lärm durch tagsüber spielende Kinder, sondern dass Jugendliche abends das Gelände nutzen und dabei Lärm und Müll verursachen. Sogar vom Konsum von Betäubungsmitteln war die Rede. Um das Gelände auch nachts besser einsehen zu können, sollten geeignete Maßnahmen ergriffen werden. Auf jeden Fall solle der Spielplatz Lochmühlenweg erhalten bleiben, denn er werde auch von der Grundschule genutzt, sagte Schulleiterin Mirjam Zinganell. Zwar gab es keine Beschlussempfehlung, allerdings kam der Ausschusss überein, die einzelnen Vorschläge in den Fraktionen zu beraten.

Bei der Neugestaltung gemeindlicher Spielplätze kam man überein, so etwas wie eine Prioritätenliste zu erstellen. Zunächst werde der Spielplatz am Altvaterplatz erneuert (bereits in der Planung), danach der an der Adalbert-Stifter-Straße, beide in der Kerngemeinde. Die weitere Reihenfolge wird noch festgelegt.

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