07. Mai 2018, 22:16 Uhr

Abschied nach 18 Jahren

07. Mai 2018, 22:16 Uhr
Die Schüler überreichen Norbert Kissel zum Abschied Blumen und Geschenke. (Foto: cfl)

18 Jahre lang war Norbert Kissel Schulleiter der Adolf-Reichwein-Schule in Pohlheim. Am Samstag feierte er zum letzten Mal mit seinen Schülern und Kollegen das Schulfest, bevor er in Wiesbaden eine Stelle als Regierungsdirektor am Kultusministerium antritt. Verabschiedet wurde er mit dem Reichwein-Lied, dessen Melodie er selbst komponierte. An 28 Stationen zeigten die Schüler die Vielfalt der europäischen Länder.

Baumstammwerfen, Wikinger-Schach, Torwandschießen – in den Räumen und auf dem Schulhof stellten die Schüler ihre Interpretation von Europa dar. Im Schulgarten gab es Pizza aus dem Pizzaofen, der Dartverein Garbenteich zeigte den Kindern ihren Sport, im Eingangsbereich präsentierte ein Zauberer sein Können.

»Sehr beliebt ist jedes Jahr das Schattentheater des fünften Jahrgangs«, erklärte die stellvertretende Schulleiterin Petra Brüll. Diesmal wurde »Der Jäger aus der Pfalz« gezeit. Der Jäger durchquerte dabei Europa, trank Wodka in Russland, aß Nudeln in Italien und bestritt einen Baguette-Fechtkampf in Frankreich. »Sonst gibt es vor dem Schulfest immer eine Projektwoche, da können die Kinder dann ihre Projekte vorbereiten. Dieses Jahr haben die Schüler alles ohne Projektwoche, nur im Unterricht vorbereitet«, erklärte Brüll.

Höhepunkt des Tages war die Verabschiedung von Schulleiter Kissel. Alle Schüler versammelten sich auf dem Schulhof: »Am Freitag haben alle Klassen einzeln das Reichwein-Lied einstudiert. Heute singen es zum ersten Mal alle gemeinsam«, erklärte Brüll. Für den Schulleiter war es eine Überraschung: »Es ist wirklich schön, dass an meinem letzten Diensttag so ein tolles Schulfest stattfindet«, sagte er. Viele Schüler und Eltern verabschiedeten sich nach dem Lied persönlich bei ihrem Schulleiter und wünschten ihm in Wiesbaden beim Kultusministerium alles Gute: »Kommen Sie uns mal besuchen«, wünschten sich einige Schüler.

»Das ist ein komisches Gefühl«, sagte Kissel. »Ich wollte gar keine große Verabschiedung. Es ist aber sehr schön, dass sie das Reichwein-Lied gesungen haben. Ich habe vor Jahren die Melodie dazu geschrieben und habe auch die Exklusivrechte bekommen.« Außerdem ist er mit der jüngsten Tochter Reichweins befreundet und besitzt seine Doktorarbeit und einige Bücher im Original. Kommissarisch wird nun Petra Brühl die Schulleitung der Adolf-Reichwein-Schule übernehmen.

Auf dem Schulhof gab es Spezialitäten aus Italien, Spanien und der Türkei, in der Schule aus Österreich, der Schweiz und Irland. Zu einigen Ländern gab es ein Quiz, Schüler sammelten Spenden für ein Kinderhospiz und den Tierschutz. Die Intensivklasse bereitete ein Deutschland-Quiz vor: »Hier können die Schüler und Eltern sehen, wie einige deutsche Städte auf arabisch, französisch, griechisch, persisch und vielen anderen Sprachen heißen«, erklärte Brüll.

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