16. August 2018, 22:16 Uhr

Abgeschraubt und verpackt

16. August 2018, 22:16 Uhr
Deckel sammeln für die gute Sache: (v. l.) Zlatka Naseva, Karl-Rudolf Schön und Horst Habicht. (Foto: rge)

Der Lindener Horst Habicht weiß gar nicht mehr ganz genau, wie viele Deckel von Plastikflaschen er bereits gesammelt hat. Es müssen zumindest vom Gewicht her rund eine Tonne der farbigen Teile sein, die er abgeschraubt und in Plastiksäcken verpackt hat.

Wofür? Für eine gute Sache. Denn Habicht unterstützt damit die Aktion »Deckel drauf«, die sich mit der Sammlung von Kunststoffschraubverschlüssen die Unterstützung des Projekts von Rotary International zur weltweiten Bekämpfung der Kinderlähmung zum Ziel gesetzt hat. Das fand Habicht gut – und so ging er mit entsprechendem Sammelfieber ans Werk. Er fand schnell Unterstützung bei der Pohlheimer Hallenbad-Mitarbeiterin Zlatka Naseva und Unterstützern aus der Sauna-Freitagsgruppe, zu der auch der Fördervereinsvorsitzende des Hallenbads Karl-Rudolf Schön gehört.

Seit 2016 sammeln sie nun die Deckel. »Manchmal wird man schon komisch angeschaut, wenn man die Deckel abschraubt«, sagen die fleißigen Sammler aus Linden, Pohlheim und Fernwald. Die Supermärkte unterstützen einen, wenn man die Bedeutung der Deckelsammlung erklärt, denn schon für 500 Stück gibt es eine Polio-Schutzimpfung für ein Kind. Alleine bis zu 700 Deckel steuert die Pohlheimerin, die sonst im Bad für die Sauberkeit sorgt, in der Woche bei, weitere kommen von der Sauna-Gruppe. 2000 sind es insgesamt wöchentlich, schätzt Habicht. Bis vor kurzem konnten die Beutel mit Deckeln auch kostenlos in der Apotheke im Kuhn-Center vor seiner Haustür abgegeben werden. Die beteiligen sich jetzt nicht mehr. Jetzt fährt Habicht regelmäßig ins benachbarte Hüttenberg, zum DM-Markt in Rechtenbach. Dort kommen einige Deckel aus der Umgebung zusammen, die regelmäßig zur Weiterverwertung abgeholt werden.

Und auch im Wettenberger Gemeindeteil Wißmar bei Edeka ist man bei dem Projekt seit 2017 dabei, informiert Geschäftsführer Mike Rink. Inzwischen habe sich auch die Abholung eingespielt. Die zahlreichen Deckel müssen dort in so bezeichnete BIG-BAGs auf eigene Kosten zur Abholung umgepackt werden, erklärt Rink. Falls jemand zu Hause diese Kunststoffsäcke hat, würde er sich freuen, wenn sie ihm zur Verfügung gestellt werden.

Keiner von den Sammlern bekommt etwas für seinen Fleiß, außer der schönen Gewissheit etwas Gutes zu tun. Alle Infos zum Projekt findet man auf der Webseite www.deckel-gegen-polio.de. Horst Habicht und seine Mitsammler im Pohlheimer Hallenbad werden auf jeden Fall weitermachen – der Kinder wegen.

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