15. März 2018, 11:03 Uhr

Würth-Entführung

Würth-Entführer drohte Familie mit erneuter Entführung des Sohns

Nach der Festnahme eines Verdächtigen im Entführungsfall des Milliardär-Sohns Würth im Vogelsberg: Der Täter drohte der Familie mit einer erneuten Entführung. Die aktuellen Entwicklungen im Überblick.
15. März 2018, 11:03 Uhr
Der Unternehmer Würth zählt zu den reichsten Deutschen. Jetzt wurde sein Sohn entführt, später aber in dem Wald wohlbehalten gefunden. (Foto: Karl-Josef Hildenbrand/Archiv)

Drei Jahre nach der Entführung des Milliardärs-Sohns Markus Würth ist ein Verdächtiger gefasst. Am Donnerstagmittag informierten Polizei und Staatsanwaltschaft über die Hintergründe der Festnahme und weitere Erkenntnisse. Die Neuigkeiten im Überblick.

  • Der Verdächtige ist nicht geständig.
  • Der Strafrahmen für »erpresserischen Menschenraub« sieht eine Freiheitsstrafe von 5 bis 15 Jahren vor.
  • Täter hatte nach erster Entführung vor drei Jahren 2017 über Mails erneut Kontakt zur Familie Würth aufgenommen.
  • Die verschlüsselten Mails konnten von Ermittlern nicht zurückverfolgt werden.
  • Er drohte mit weiterer Entführung, falls nicht 70 Millionen Euro in Kryptowährung überwiesen werden.
  • Mailkontakt wurde durch Täter dann unvermittelt abgebrochen.
  • Verdächtiger ist 48-Jähriger Serbe aus Offenbach. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.
  • Eine Zeugin meldete sich nach Öffentlichkeitsfahndung. Sie gab den entscheidenen Hinweis. Der Verdächtige war als Handwerker bei ihr tätig.
  • Zeugin hatte Stimme erkannt und Polizei im Januar 2018 die Polizei informiert.
  • Ermittler erhoffen sich weitere Einlassung. Die Motivation hinter der Tat ist derzeit absolut unklar. Verdächtiger war jedoch in finanzieller Not.
  • Über mögliche Mittäter ist derzeit nichts bekannt. Eine Alleintäterschaft ist möglich.
  • Verdächtiger sitzt in Untersuchungshaft, wird als kommunikativ beschrieben.
  • Ermittler gehen von längerer Tatplanung aus.
  • 60 Millionen Datensätze aus Funknetzen wurden ausgewertet.

 

+++ Lesen Sie auch bei der Offenbach Post: Hintergründe und Stimmen zum Zugriff in Offenbach

Die Hintergründe: Vor drei Jahren wurde der Sohn des Milliardärs und Schraubenunternehmers Reinhold Würth in Schlitz im Vogelsberg entführt. Der damals 50-Jährige, der damals auf dem »Hofgut Sassen« in Queck, einem Ortsteil von Schlitz, in einer Wohngruppe für behinderte und nicht-behinderte Menschen untergebracht war, wurde einen Tag später unverletzt an einen Baum gefesselt in einem Waldstück bei Würzburg gefunden. Der oder die Entführer hatten damals der Polizei die Koordinaten des Ortes verraten. Zu einer Lösegeld-Übergabe war es zuvor nicht gekommen.

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