23. Januar 2018, 21:47 Uhr

Staus in Hessen

Staus in Hessen: Das sind die schlimmsten Strecken

Staus verlangen den Autofahrern in Hessen viel Geduld ab. Im vergangenen Jahr standen hier Autofahrer 38 000 Stunden im Stau, Tendenz steigend. Vor allem auf der A5 hakt es.
23. Januar 2018, 21:47 Uhr
Verhasst und von jedem Langstreckenautofahrer gefürchtet: der Stau auf Deutschlands Autobahnen. Hauptgründe sind Baustellen wie Sanierungsarbeiten. (Foto: dpa)

Fast 38 000 Stunden lang hat sich der Verkehr auf den Autobahnen in Hessen im vergangenen Jahr  gestaut. Das waren knapp 6000 Stunden mehr als im Vorjahr, wie der ADAC mitteilte. Mit einer Staulänge von knapp 126 000 Kilometern liegt Hessen im bundesweiten Vergleich auf dem vierten Rang.

Der Grund für die vielen Staus: Baustellen. Außerdem ist das Verkehrsaufkommen in Hessen im Durchschnitt um 25 Prozent höher als im Bundesgebiet, wie Wolfgang Herda vom ADAC erklärt. Die Autobahnen im Rhein-Main-Gebiet sind oft völlig überfüllt – allein auf dem Frankfurter Kreuz sind an einem Tag durchschnittlich  335 000 Autos auf der A5 und der A3 unterwegs. Immer mehr Pendler und Schwerlasttransporte setzten den Straßen zu, sagt der Verkehrsexperte des ADAC. »Deswegen müssen viele Fahrbahnen und alte Brücken saniert werden.«

Insgesamt gab es im Bundesland 2017 knapp 67 000 Staumeldungen. Nur im Schneckentempo kommen Autofahrer vor allem auf der A7 zwischen Homberg/Efze und der Anschlussstelle Bad Hersfeld-West, auf der A44 zwischen dem Kreuz Kassel-West und dem Dreieck Kassel-Süd und auf der A7 zwischen dem Kirchheimer Dreieck und Bad Hersfeld-West voran.

 

Hauptverkehrsader in Hessen: die A5

Eine Hauptverkehrsader in Hessen ist außerdem die A5. Pendler, die in Frankfurt arbeiten, sind hier vor allem unterwegs, ständig stockt hier der Verkehr. Im vergangenen Jahr gab es zwischen der Anschlussstelle Alsfeld-Ost und dem Hattenbacher Dreieck 906 Staus, die 841 Stunden andauerten und sich über eine Länge von 3592 Kilometern zogen. Das bedeutet nach Auskunft des ADAC Platz eins in den »A5-Top-Ten« – mit deutlichem Abstand. In der Gegenrichtung sah es etwas besser aus (Staus: 515; Dauer: 265 Stunden, Länge: 1120 Kilometer). Immerhin noch Platz sieben.

Ein weiterer Stauschwerpunkt ist die Strecke zwischen dem Nordwestkreuz Frankfurt und dem Bad Homburger Kreuz mit 664 Staus, die 347 Stunden Verdruss bedeuteten und sich über eine Länge von 1796 Kilometern hinzogen. In der Gegenrichtung (Staus: 635, Dauer: 307 Stunden, Länge: 1742 Kilometer) lief es auf diesem Abschnitt nur unwesentlich besser.

Verkehrsbehinderungen auch in der Wetterau: Zwischen den Anschlussstellen Ober-Mörlen und Friedberg hakte es im vergangenen Jahr 557-mal, das dauerte insgesamt 267 Stunden und hatte eine Länge von 1350 Kilometern.

 

Stau nimmt 2018 eher zu

Die Landesregierung hat im vergangenen Jahr fast 700 Millionen Euro Bundesgeld in Autobahnen und Bundesstraßen investiert. Zu den größten Projekten gehören der Umbau des Kirchheimer Dreiecks (43 Millionen Euro), der Neubau der Schiersteiner Brücke zwischen Mainz und Wiesbaden (215 Mio.), die Erneuerung der Salzbachtalbrücke bei Wiesbaden (108 Mio.) und der Bau des Riederwaldtunnels bei Frankfurt (320 Mio.).

Auch für 2018 rechnet der ADAC mit vielen Staus: Die Verkehrs- und Baustellenbelastung werde mindestens gleich bleiben, prognostiziert der Automobilclub in seiner Staubilanz.

Info

Der staureichste Tag

Der staureichste Tag 2017 war übrigens der 24. Mai: Am Tag vor Christi Himmelfahrt staute sich der Verkehr auf den hessischen Straßen insgesamt knapp 10 000 Kilometer lang.

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