31. Juli 2018, 20:41 Uhr

Mehr Auslauf am Landgestüt

31. Juli 2018, 20:41 Uhr
Damit es den Tieren gut geht, werden am Dillenburger Landgestüt mehr Auslaufflächen geschaffen. (Foto: dpa)

Mehr Kontakt zu den Artgenossen und mehr freie Bewegung: Die Pferde des Hessischen Landgestüts in Dillenburg bekommen Stück für Stück zusätzliche Auslaufflächen. Die Neuerungen auf dem Gelände und in den Ställen dienen dazu, »dass das Tierwohl auf höchstem Niveau gewährleistet werden kann«, sagte Hessens Umwelt- und Landwirtschaftsministerin Priska Hinz (Grüne) am Dienstag in Dillenburg – rund ein Jahr, nachdem die Traditionseinrichtung vor der Schließung gestanden hatte. Derzeit erarbeitet eine Gruppe unter anderem von Land, Stadt und der Landestierschutzbeauftragten Maßnahmen, um das 1869 gegründete Gestüt zukunftsfest zu machen.

Zu den Neuerungen gehört eine 250 Quadratmeter große Auslauffläche auf dem Gelände des Gestüts. Ein 900 Quadratmeter großes Areal soll noch in diesem Jahr folgen. Beide Flächen kosten zusammen 250 000 Euro, wie das Ministerium mitteilte. Außerdem bekommen die Pferde in den Ställen größere Boxen und freie Sicht auf ihre Artgenossen. Dafür sollen unter anderem Gitter wegfallen. Derzeit laufen die Bauarbeiten.

Auch die Sanierung der denkmalgeschützten Barockanlage wird fortgesetzt. In den vergangenen Jahren flossen dem Ministerium zufolge über sechs Millionen Euro. Ein Stall werde aktuell für weitere 1,5 Millionen Euro saniert und tierwohlgerecht umgebaut. Für einen zweiten Stall hat das Land ebenfalls 1,5 Millionen eingeplant.

»Leitziel war und ist, dass wir das Tierwohl im Landgestüt mit Innenstadtlage sicherstellen müssen und wollen«, sagte Ministerin Hinz. Im vergangenen Sommer hatte das Land beschlossen, das Gestüt zu schließen und dies mit Tierschutzbedenken wegen fehlender Auslaufflächen begründet. Nach Protesten der Stadt und von Pferdesportverbänden gab Wiesbaden die Pläne auf – entschied aber, alle Hengste zu verkaufen und damit die Zucht aufzugegeben. Sie sei nicht mehr wirtschaftlich und die Hengsthaltung schwierig gewesen, so Hinz.

Den Dillenburgern blute deswegen schon etwas das Herz, sagte Bürgermeister Michael Lotz (CDU). Wichtig sei aber, dass das Gestüt eine langfristige Perspektive erhalte.

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