10. Dezember 2018, 09:00 Uhr

Feuerwehreinsätze

Hochhaus und Lagerhalle brennen

Erst steht eine Lagerhalle in Vollbrand, dann schlagen Flammen aus einer Wohnung in einem 17-stöckigen Wohnhaus. Für Rettungskräfte im Main-Taunus-Kreis war es ein unruhiger zweiter Advent.
10. Dezember 2018, 09:00 Uhr

Gleich zwei größere Einsätze wegen Bränden haben die Rettungskräfte im Main-Taunus-Kräfte am zweiten Advent in Atem gehalten. In Hattersheim brach am Sonntag ein Feuer in einem 17-stöckigen Hochhaus aus, zahlreiche Bewohner mussten mit Drehleitern über Balkone in Sicherheit gebracht werden.

Drei Menschen erlitten Rauchvergiftungen. Kaum acht Kilometer entfernt, in Flörsheim-Weilbach, stand eine Lagerhalle in Flammen. Hier erlitt niemand Verletzungen, die Polizei schätzte den Sachschaden in diesem Fall auf rund eine Million Euro.

Verdächtiger flüchtet

In dem Hochhaus in Hattersheim-Okriftel mit insgesamt 182 gemeldeten Bewohnern war der Brand laut Polizei in der Wohnung eines polizeibekannten 42-Jährigen in der dritten Etage ausgebrochen.

Er flüchtete zunächst, wurde kurz darauf aber festgenommen. Er sei in Polizeigewahrsam, habe aber noch nicht vernommen werden können. Es bestehe der dringende Tatverdacht, dass er das Feuer zumindest fahrlässig verursacht habe. Die Kriminalpolizei ermittelt.

Rettung über Drehleitern

Die Rettung von Menschen über Drehleitern war nötig geworden, weil das Treppenhaus wegen der starken Rauchentwicklung ohne Schutzausrüstung nicht mehr betreten werden konnte. Die Höhe des Sachschadens war zunächst unbekannt.

Den Brand in der 400 Quadratmeter großen Lagerhalle in Flörsheim-Weilbach hatten Zeugen nach Polizeiangaben am Sonntagmorgen gegen 6 Uhr gemeldet. In dem Gebäude lagerten hochwertige Waren mehrerer Firmen – was genau war zunächst nicht bekannt.

Starke Rauchentwicklung

Wegen der starken Rauchentwicklung wurden Anwohner im Umkreis gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Die Feuerwehr konnte ein Übergreifen der Flammen auf einen benachbarten Supermarkt verhindern.

Sieben Menschen mussten ein Wohnhaus neben der Halle verlassen. Ein Kleinkind kam nach Angaben eines Polizeisprechers in Wiesbaden zunächst mit Verdacht auf eine Rauchvergiftung ins Krankenhaus. Eine Untersuchung habe aber ergeben, dass auch das Kind unverletzt blieb.

Das Wohnhaus ist bis auf weiteres nicht mehr bewohnbar. Wie dieses Feuer entstand, war noch völlig unklar. Das sollen nun Spezialisten herausfinden. Hinweise auf Brandstiftung gebe es bislang nicht, sagte der Polizeisprecher in Wiesbaden. (Foto: dpa)

Schlagworte in diesem Artikel

  • Advent
  • Feuer
  • Hochhäuser
  • Polizei
  • Rauchvergiftungen
  • Rettungsdienste
  • Schutz- und Sicherheitsausrüstungen
  • DPA
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben - Ihre Meinung zum Thema ist gefragt


Kommentare werden erst nach einer Prüfung durch die Redaktion veröffentlicht. Bitte beachten Sie die Netiquette sowie die Hinweise nach dem Absenden Ihres Beitrags.


Überschrift
Meine Meinung





Sie haben noch kein Login? Jetzt kostenlos registrieren.

Registrieren Sie sich kostenlos um Ihren Kommentar abzuschließen:

Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet werden und nicht ohne Zustimmung an Dritte weitergegeben werden.


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel ist 5 + 1: 




Sie sind bereits registriert? Zurück zum Login.