09. Juli 2018, 21:00 Uhr

Zu Fuß

Frankfurt zu Füßen

Sommerferien sind großartig. Zeit für Ausflüge! Wie wär’s mit einem Spaziergang durch Frankfurt? Die Stadt lässt sich wunderbar zu Fuß erkunden. Nur für den besten Ausblick empfiehlt sich der Lift.
09. Juli 2018, 21:00 Uhr

Es führen nicht nur viele Wege nach Rom, sondern auch nach Frankfurt. Einer davon geht mit dem Auto über die A5. Kind und Kegel eingepackt – und ab Richtung Mainmetropole. Wenn den lieben Kleinen langweilig werden sollte, kann man sie mit einem Spiel bei Laune halten. Angelehnt an den Klassiker »Ich sehe was, was du nicht siehst«, lautet die Fragestellung: »Wer entdeckt zuerst die Hochhäuser?« Es gibt nämlich diesen einen Moment, wo unvermittelt die Skyline auftaucht. Ein beeindruckender Anblick. Und von dort ist es dann auch nicht mehr weit. Ein Stadtrundgang:

In der Innenstadt gibt es viele Parkhäuser. Ein sehr zentrales ist das an der Börse. Von dort kann man auch gleich ein bisschen Finanzluft schnuppern. Denn wie der Name verrät, ist die Deutsche Börse nicht weit. Nur einmal gerade rüber über die Straße. Zahlreiche Cafés und Eisdielen verlocken schon nach der Ankunft zur ersten Schlemmerpause.

 

Meistfrequentierte Einkaufsstraße Deutschlands

 

Nur ein paar Meter rechter Hand – und man steht auf einem anderen bekannten Platz der Mainmetropole: der Hauptwache, die von allerlei Geschäften gesäumt ist. Nach rechts geht’s in die nicht minder berühmte Fressgass, nach links in Deutschlands meistfrequentierte Einkaufsstraße: die Zeil. Dort schlagen angesichts der zahlreichen und teils besonderen Geschäfte nicht nur die Frauenherzen höher. Die begrünte Shoppingmeile ist mit ihren durchschnittlich rund 15 000 Besuchern pro Stunde immer sehr belebt. Straßenmusiker und -künstler machen das Bild noch bunter. Beim Flanieren durch die Frankfurter Innenstadt herrscht ein besonderes Flair.

 

Neue Altstadt im Mai offiziell eröffnet

 

Wer genug vom Shoppen hat, kann gemütlich aus der Einkaufsstraße zu einer der neuesten Attraktionen schlendern: zur neuen Altstadt. Dazu einfach rechts halten, in Richtung Mainufer. Je nachdem, auf welcher Höhe abgebogen wird, kann man geradewegs auf den Frankfurter Dom zulaufen, dessen knapp 100 Meter hoher Turm im Zweiten Weltkrieg übrigens unversehrt geblieben ist. Wer durch die Hasengasse läuft, kann auch gleich noch einen Abstecher in die Kleinmarkthalle machen. Rings um den Dom sind im Krieg viele Gebäude zerstört worden. Einige wurden jetzt wieder aufgebaut: rekonstruiert in der neuen Altstadt, die rechter Hand liegt und erst im Mai offiziell eröffnet wurde.

 

Arbeitsplatz des Oberbürgermeisters in Nähe von Paulskirche

 

»Wir geben mit der Altstadt der Stadt Herz und Seele zurück«, sagte Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) bei der Eröffnung. Der 59-Jährige hatte es zu dem Festakt übrigens nicht weit. Sein Arbeitsplatz liegt nur einige Schritte entfernt links auf dem Römerberg. Wer die Augen auf dem Weg dorthin geradeaus und ein klein wenig nach rechts schweifen lässt, entdeckt die historisch bedeutende Paulskirche. Auf dem Römerberg steht das nächste Wahrzeichen der Stadt: das berühmte Rathaus. Der Römer, auf dessen Balkon die deutsche Fußballnationalmannschaft früher oft nach großen Siegen stand und gemeinsam mit Zigtausenden Fans, die den Spielern vom Platz vor dem Rathaus aus zujubelten, feierte.

 

Historisches, Fluss und Banken

 

Jetzt aber endlich ans Wasser: Auf dem kurzen Weg Richtung Main läuft man noch am Gerechtigkeitsbrunnen, der Alten Nikolaikirche und dem Historischen Museum vorbei. Und dann steht man am Main, den man besonders gut vom Eisernen Steg – der wohl bekanntesten Fußgängerbrücke der Stadt – betrachten kann. Der Fluss ist eingerahmt von Museen, Brücken, Grünstreifen und Hochhäusern. In der Ferne erblickt man gen Osten die Europäische Zentralbank. Einmal um die eigene Achse gedreht, ganz in der Nähe das Bankenviertel. Im Commerzbank-Tower, mit 259 Metern übrigens – noch – das höchste Hochhaus Deutschlands, kann man einige der neun innenliegenden Gärten entdecken. Wer verliebt ist, kann am Eisernen Steg auch noch die Liebesschlösseransammlung vergrößern.

 

Wahnsinnsaussicht beim Pinkeln

 

Weiter geht’s Richtung Nordwesten. Ein Fußmarsch von circa 15 Minuten und man hat den Maintower vor der Nase, um die man sich wenig später den frischen Wind wehen lassen kann. Ab in den Lift, 54 Stockwerke rauf – und die Stadt liegt einem zu Füßen. Eine Wahnsinnsaussicht. Die bietet sich an einem eher ungewöhnlichem Ort übrigens auch den Bankern hoch oben in der Commerzbank. Die können im 49. Stock beim Pinkeln an den Urinalen – dank bis zum Boden verglaster Wände – ihren Blick über die Mainmetropole schweifen lassen.

Auf dem kurzen Rückweg vom Maintower zum Parkhaus – hier schließt sich der Kreis – liegt ein Abendessen in der Fressgass nah. Frankfurt zu Fuß – da lernt man die Stadt kennen. Und die hat noch viel mehr zu bieten als Hochhäuser: Ein Mix aus Alt und Neu, aus Kultur und Fashion, aus Sagen und Finanzen. Und sie ist definitiv einen Ausflug wert.

 

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