17. Juli 2018, 19:11 Uhr

Die Krux mit der Brücke

17. Juli 2018, 19:11 Uhr

Friedrichsdorf. Eigentlich sollte es in diesem Sommer losgehen. Der »Schäferborn«, der einzige Autobahnparkplatz im Hochtaunuskreis, soll in Fahrtrichtung Norden zu einem großen Lkw-Rastplatz ausgebaut werden. Doch das Projekt nahe Burgholzhausen ist schwieriger als gedacht.

Während es in Richtung Süden die Rastanlage »Taunusblick« gibt, sind Stellplätze für Lkw in der Gegenrichtung Mangelware. Die knappen Verhältnisse sollen durch ein Großprojekt bei Friedrichsdorf behoben werden. Der Ausbau des Parkplatzes »Schäferborn« soll Platz für 75 Lastwagen schaffen, zu Nachtzeiten sogar für 100. Als Erweiterungsfläche steht ein Areal zwischen der Autobahn und der Landesstraße L 3057 zur Verfügung. Eigentlich sollte der Umbau in diesem Sommer starten. Noch im Frühjahr war die Maßnahme angekündigt worden, doch jetzt heißt es von der zuständigen Landesbehörde Hessen Mobil plötzlich: »Baubeginn ist voraussichtlich im Frühjahr 2019.«

Grund für die Verzögerung sind Schwierigkeiten bei der Verbreiterung der Brücke über die L 3057. Das vorhandene Brückenbauwerk reicht nicht aus, um eine weitere Spur aufzunehmen. Diese wiederum ist aber notwendig, weil im Zuge der Erweiterung die Abfahrt zur Rastanlage um rund 450 Meter in Richtung Süden verlegt und dann ebenfalls über die Landesstraße geführt wird. »Aus diesem Grund muss für die lang gezogene Einfahrtsrampe ein zusätzliches Brückenbauwerk errichtet werden«, sagt Suzanne Braake, Sprecherin von Hessen Mobil. Sprich: Die Autobahn erhält an dieser Stelle eine Art Anbau. Und das ist komplizierter, als zunächst gedacht.

Schichten nicht tragfähig genug

Die genaueren Voruntersuchungen haben jetzt nämlich ergeben, dass das Fundament entgegen der ursprünglichen Planung stärker und tiefer gebaut werden muss. »Die oberflächennahen Schichten sind nicht tragfähig genug«, erklärte Braake. Deshalb ist es erforderlich, massive Bohrpfähle in den Boden zu setzen. Die Folge: Es müssen Probebohrungen gemacht und die schon erstellten Gutachten überarbeitet werden. All das macht einen Baubeginn noch in diesem Jahr nicht möglich.

Sollte es dann im Frühjahr 2019 losgehen, folgt eine Bauzeit von rund eineinhalb Jahren – die neue Rastanlage an der A 5 wäre demnach also Ende 2020 fertiggestellt. Während der Arbeiten bleibt der Parkplatz geschlossen. Die Andienung der Baustelle erfolgt laut Hessen Mobil über die angrenzende Landesstraße.

Finanziert wird der Ausbau vom Bund. »Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund zehn Millionen Euro«, teilt Hessen Mobil mit. Darin ist das Brückenbauwerk enthalten und auch eine Lärmschutzwand. Zwar hatte eine schalltechnische Berechnung ergeben, dass aufgrund der dezentralen Lage keine Maßnahmen zum Lärmschutz für die benachbarten Wohngebiete notwendig sei. Anders verhält es sich aber für das Parkareal selbst, auf dem die Lastwagenfahrer ausruhen und schlafen sollen. Matthias Kliem

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