Blühen alte Funkien nicht mehr so prächtig wie früher, sollte man sie im zeitigen Frühjahr ausgraben und teilen. FOTO: DPA
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Blühen alte Funkien nicht mehr so prächtig wie früher, sollte man sie im zeitigen Frühjahr ausgraben und teilen. FOTO: DPA

Teilung verbessert Wuchskraft von Stauden

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Ältere Stauden können wieder jünger werden - und damit kräftiger. Dafür müssen sie geteilt werden. Stauden sind Pflanzen, die über viele Jahre wachsen. Ihre einprägsamste Eigenschaft: Wenn sie verblüht sind, sterben in der Regel die oberflächlichen Teile ab. Aber der Wurzelstock bleibt erhalten, überwintert und treibt im Folgejahr wieder aus.

Ein weiteres Merkmal: Die oberirdischen Teile einer Staude werden mit der Zeit nicht zu Holz, wie man das von den neuen Trieben von Bäumen und Sträuchern kennt. Man spricht daher davon, dass Stauden krautig wachsen. Zu den bekannten Stauden im Garten gehören beispielsweise Akelei, Funkie, Lillie und Rittersporn.

Wenn Stauden einige Jahre alt sind, werden sie oft schwächer und blühen nicht mehr so prächtig. Und sie sind teils anfälliger für Krankheiten. Ein Anzeichen dafür ist bei vielen Stauden wie etwa Gräsern, dass die Horste innen kahl werden. Daher rät die Bayerische Gartenakademie für einige Stauden wie Astern, Mädchenauge, Rittersporn und Margeriten und für Gräser wie das Chinaschilf das Teilen im Frühjahr, wenn der im Winter oft feuchte Boden etwas abgetrocknet ist.

Die Horste werden aus dem Gartenboden ausgegraben und die lockere Erde um den Wurzelstock abgeschüttelt, erklärt die Gartenakademie. Dann teilt man den Wurzelstock mit einem scharfen Messer oder Spaten in mehrere Stücke - mit jeweils einer Mindestgröße von einer Faust und mehreren gesunden Trieben oder Knospen. Überlange und beschädigte Wurzeln lassen sich auf 15 bis 20 Zentimeter einkürzen, raten die Experten weiter.

Dann kommen die Stücke wieder in den Gartenboden, der gut gelockert und mit Kompost oder Blumenerde aufgebessert wurde. Überzählige Stücke lassen sich verschenken.

Das Teilen muss nur alle paar Jahre wiederholt werden. Für manche Stauden bietet es sich aber nicht im Frühjahr, sondern erst nach ihrer Blüte an - etwa bei Gemswurz, Gedenkemein, Kaukasusvergissmeinnicht und bei anderen Stauden, die im Frühling direkt blühen. dpa

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