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Machen Sie das Fenster weit auf!

Frühling

Aus diesen Gründen sollten Sie jetzt lieber mal lüften - außer diesen Raum...

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Frische Luft tut gut und deshalb sollten Sie regelmäßig Ihre vier Wände verlassen und sich draußen bewegen. Aber auch zu Hause ist das Auslüften wichtig.

  • Lüften ist im Frühling so wichtig wie im Winter.
  • Dabei können Sie aber Fehler machen.
  • Aus diesen Gründen sollten Sie es trotzdem regelmäßig tun.

Für viele ist das Lüften im Winter eine Selbstverständlichkeit. Schließlich heizt frische Luft besser auf und die Raumluft ist schneller verbraucht. Aber auch im Frühling ist regelmäßiges Lüften die bessere Alternative zu auf Dauer gekippten Fenstern.

So lüften Sie im Frühling richtig

Im Frühling wechseln sich sommerlich warme und bitterkalte Tage ab. Je nachdem, welches Wetter draußen gerade herrscht, sollten Sie auch lüften. Ist es noch sehr kalt, lüften Sie wie im Winter nur kurz, damit der Raum nicht zu schnell auskühlt - fünf bis maximal zehn Minuten Stoßlüften, am besten mit gegenüberliegenden Fenstern, reichen hier völlig aus. Vergessen Sie nicht, die Heizkörper beim Lüften auszustellen, auch wenn diese vielleicht nur noch auf kleiner Stufe laufen.

Ist es schon etwas wärmer, können Sie die Fenster zehn bis zwölf Minuten weit öffnen. In dieser Zeit wird die Luft in den Zimmern optimal ausgetauscht. Länger ist nicht ratsam, besonders nicht, wenn die Luft sehr feucht ist, z.B. durch tauenden Raureif. Regnet es etwa sollten Sie das Lüften ganz bleiben lassen. Herrschen draußen bereits sommerliche Temperaturen lüften Sie am besten nur in den kühleren Morgen- und Abendstunden.

Und das sind die guten Gründe für regelmäßiges Lüften im Frühling:

1. Richtiges Lüften lässt Schimmel keine Chance

Der Klassiker unter den guten Gründen für das regelmäßige Lüften ist der Schimmel, beziehungsweise seine Bekämpfung. Feuchte Luft ist vor allem in Bädern, Schlafzimmern und Kellern ein Problem, das Sie angehen müssen. Lüften Sie nicht, bildet sich der gefürchtete Schimmel* - meist an Stellen, die Sie nicht gleich im Blick haben. Die Pilzsporen verbreiten sich unbemerkt in der ganzen Wohnung und machen krank. Lüften Sie also regelmäßig, am besten viermal über den Tag verteilt, aber mindestens morgens und abends, um die feuchte Luft auszutauschen.

Eine Ausnahme bildet der Keller: Diesen sollten Sie am besten im Winter lüften, wenn die Temperaturen knackig kalt sind. An sommerlichen Frühlingstagen und im Sommer ist die Luft häufig zu feucht und schlägt sich dann an den kühlen Kellerwänden und Gegenständen, die Sie dort lagern nieder. Hier tut das Lüften also keinesfalls gut. Wenn es doch einmal sein muss, dann nutzen Sie die kühlen Morgenstunden.

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2. Richtiges Lüften hält Sie gesund

Gesundheit und Viren sind derzeit in aller Munde. Einen wichtigen Beitrag stellt das regelmäßige Lüften dar. In der verbrauchten Luft können sich besonders Erkältungs- und Grippeviren tummeln*. Herrscht dann auch noch Heizungsluft vor, die die Schleimhäute austrocknet, haben die Krankheitserreger leichtes Spiel. Machen Sie also nicht nur einen gründlichen Frühjahrsputz*, sondern lüften Sie auch noch regelmäßig gut durch - Ihrer Gesundheit zuliebe.

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3. Richtiges Lüften macht Sie leistungsfähiger

Im Büro fällt es meist irgendeinem Kollegen auf, wenn er oder sie aus der Küche oder von der Toilette* kommt, aber im Homeoffice sitzen Sie oft viel länger in Ihrer verbrauchten Luft. Das ist schlecht für Ihre Konzentration, Ihre Kreativität und Ihr Durchhaltevermögen. Um Ihr Hirn mit ausreichendem frischem Sauerstoff zu versorgen, sollten Sie regelmäßig pausieren und vor allem lüften.

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Was taugt ein Luftbefeuchter?

Luftbefeuchter verfügen über Tanks für zwei bis vier Liter Wasser. Foto: Robert Günther
Luftbefeuchter verfügen über Tanks für zwei bis vier Liter Wasser. Foto: Robert Günther © Robert Günther
Charlotte Herrnstadt ist stellvertretende Vorsitzende des Bundesverbandes Schimmelpilzsanierung. Foto: Georg Berg/BSS e.V.
Charlotte Herrnstadt ist stellvertretende Vorsitzende des Bundesverbandes Schimmelpilzsanierung. Foto: Georg Berg/BSS e.V. © Georg Berg
Dr. Matthias Wagnitz ist Referent für Energie- und Wärmetechnik im Zentralverband Sanitär Heizung Klima. Foto: www.fotostudio-teltow.de
Dr. Matthias Wagnitz ist Referent für Energie- und Wärmetechnik im Zentralverband Sanitär Heizung Klima. Foto: www.fotostudio-teltow.de © www.fotostudio-teltow.de
Raumluftbefeuchter versprechen Abhilfe, wenn in der Heizperiode die Luft im Wohnraum zu trocken ist. Foto: Robert Günther
Raumluftbefeuchter versprechen Abhilfe, wenn in der Heizperiode die Luft im Wohnraum zu trocken ist. Foto: Robert Günther © Robert Günther
Wer einen Luftbefeuchter benutzt, sollte mit einem Hygrometer die Luftfeuchtigkeit im Raum überwachen. Ist sie dauerhaft zu hoch, kann sich Schimmel bilden. Foto: Robert Günther
Wer einen Luftbefeuchter benutzt, sollte mit einem Hygrometer die Luftfeuchtigkeit im Raum überwachen. Ist sie dauerhaft zu hoch, kann sich Schimmel bilden. Foto: Robert Günther © Robert Günther

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