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Farbkleckse am Feld: Ein blühender Wiesenstreifen bietet Insekten Futter. FOTO: DPA

Öfter gießen: Gemüse gedeiht auch auf Balkon

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Gemüseanbau auf dem Balkon - das ist kein Widerspruch. Besonders Tomatenpflanzen mögen den geschützten Standort und entwickeln sich dort oft besser als im Garten, erklärt Wolfgang Nixdorf von der Gartenakademie Rheinland-Pfalz.

Ebenfalls gut geeignet seien Paprika, Peperoni und Auberginen. Sie benötigen einen warmen Boden. Auch hier hat der Balkon einen Standortvorteil: Pflanzenkübel werden wesentlich schneller warm als Beete im Garten. Stangenbohnen, Zuckermais, Kohlrabi und Salat wachsen dem Experten zufolge ebenfalls sehr gut auf beschränktem Platz.

Beim Salat müssen Balkongärtner allerdings darauf achten, dass die Sonne nicht zu prall darauf einstrahlt. Für den Balkon ungeeignet sind Gurken. Ihre Wurzeln brauchen zu viel Platz.

Wichtig: Gemüsepflanzen müssen auf dem Balkon häufiger gegossen werden als im Garten. Bei sonnigem, warmem Wetter täglich. Die Pflanzgefäße für Fruchtgemüse sollten Wasserabflusslöcher im Boden haben und genug Volumen bieten. Gut geeignet sind zum Beispiel Eimer mit mindestens zehn Litern Füllmenge. Zum Anpflanzen können Balkongärtner normale Blumenpflanzenerde verwenden. dpa

Ein blühender Wiesenstreifen am Feldrand bietet Insekten Futter. Das können auch Hobbygärtner übernehmen: Am Rand von Gemüsebeeten zum Beispiel lassen sich gut Borretsch, Phacelia und Malven ziehen, die über viele Wochen Nahrung für Insekten bieten.

Dazu raten die Gartenexperten der Zeitschrift "Mein schöner Garten" (online). Außerdem biete sich die Aussaat von Saatwicke, Alexandriner-Klee und Lupinen an.

Dieses Grün hat einen weiteren Vorzug: An seinen Wurzeln sitzen Knöllchenbakterien, die mit der Pflanze eine Symbiose eingehen. Die Pflanzen sind dadurch in der Lage, Luftstickstoff zu fixieren.

Zerfallen die Pflanzenteile irgendwann, setzen sie Stickstoff frei für nachfolgende Pflanzen - und düngen den Boden so auf natürliche Weise. Diese Pflanzengruppe gibt es laut den Experten auch als fertige Samenmischungen im Handel. dpa

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