1. Gießener Allgemeine
  2. Ratgeber
  3. Wohnen

Dünger im Garten: Zu viel davon erhöht das umstrittene Nitrat 

Erstellt:

Von: Ines Alms

Kommentare

Das Gemüse im eigenen Beet sollte man umsichtig düngen, da sich mit den falschen Mitteln viel von dem bedenklichen Nitrat in den Pflanzen anreichern kann.

Nitrat ist eine natürliche Stickstoffverbindung, die sich vor allem in Gemüsesorten wie Spinat, Roter Bete oder Salat anreichert. Unter bestimmten Umständen kann es möglicherweise krebserregende Stoffe bilden. Düngt man im Garten zu viel, steigt der Nitratgehalt in den Pflanzen. Es gibt aber einfache Wege, dieses im Gemüse zu verringern.

Nitrat im Garten: Zu viel Dünger erhöht den bedenklichen Stoff

Zwei Hände halten frisch aus dem Beet geerntete Rote Beten mit Erde an den Wurzeln
Manche Gemüsesorten wie Rote Bete speichern viel Nitrat. Den Gehalt kann man mit sparsamer Düngung niedriger halten. © imagebroker/Imago

Der Erdboden enthält natürlicherweise Nitrat, das aus Stickstoff und Sauerstoff besteht. Stickstoff benötigen die Pflanzen für ihr Wachstum, daher wird es ihnen auch mit Dünger zugeführt. Manche Pflanzen wie Salate, Mangold und vor allem Rucola speichern Nitrat verstärkt in ihren Wurzeln, Stielen und Blättern. Gemüse wie Tomaten, Gurken oder Paprika weniger.

Wie das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit erklärt, geht „von Nitrat selbst nur eine sehr geringe, unmittelbare Gesundheitsgefährdung für den erwachsenen Menschen aus“. Allerdings können beispielsweise Bakterien im Mund Nitrat zu Nitrit umwandeln, das in Tierversuchen krebserregend wirkte. Ob dies auf den Menschen zutrifft, ist bisher nicht bewiesen.

Der Nitratgehalt im Gemüse lässt sich einfach verringern

Auch wenn von Nitrat keine große Gefahr ausgeht, sollte man keine übermäßigen Mengen davon aufnehmen. Dafür kann man auch im eigenen Garten etwas tun. In Gemüse wird durch Wärme und die Sonne Nitrat abgebaut, daher enthält beispielsweise im Spätherbst oder Winter angebauter Salat mehr von dem Stoff als Freilandgemüse im Sommer: Bekommen Radieschen & Co. wiederum genug Licht, sinkt die Nitratmenge.

So verringern Sie den Nitratgehalt Ihres Gemüses im Garten:

Noch mehr spannende Garten-Themen finden Sie im kostenlosen 24garten.de-Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können.

Keinesfalls sollte man sich von Nitrat den Appetit an Gemüse verderben lassen, denn der gesundheitliche Nutzen von Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen in den Pflanzen übersteigt um ein Vielfaches die möglichen Risiken.

Auch interessant

Kommentare