Sie haben Lust auf Möhren? Dann sollten Sie dem knackigen Gemüse einen Platz in Ihrem Garten gewähren.
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Sie haben Lust auf Möhren? Dann sollten Sie dem knackigen Gemüse einen Platz in Ihrem Garten gewähren.

Tipps

Möhren im Garten, auf dem Balkon oder im Hochbeet anpflanzen - so einfach geht's

  • Franziska Kaindl
    vonFranziska Kaindl
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Bei Möhren handelt es sich um das beliebteste Wurzelgemüse. Damit Sie auch im heimischen Garten etwas von den knackigen Karotten haben, finden Sie hier einige Tipps.

  • Möhren sind absolute Lieblinge im Garten.
  • Sie sind pflegeleicht und lecker zugleich.
  • Wir erklären Ihnen, was es beim Pflanzzeitpunkt und Standort zu beachten gibt.

Möhren, Karotten, Gelbe Rübe - das orange Gemüse hat zahlreiche Namen und ist vielerorts beliebt. Das liegt vor allem daran, dass sich das Knollengewächs relativ einfach anpflanzen lässt und wenige Ansprüche erhebt. Wer möchte, kann die Möhren gar so ansäen, dass fast das ganze Jahr eine Ernte winkt. Wie Sie beim Anpflanzen vorgehen, erfahren Sie hier.

Wann ist der beste Zeitpunkt, um Möhren zu pflanzen?

Je nach Sorte können Sie die Möhren etwas früher oder später säen. Frühe Sorten werden Ende März, manchmal schon im Februar in die Erde gestreut. Hier sollten Sie jedoch die Samen mit Vlies abdecken, damit späte Fröste Ihrem Vorhaben keinen Strich durch die Rechnung machen. Spätere Sorten werden Ende April, spätestens im Mai gesät. Falls Sie jedoch Möhren zur Einlagerung über den Winter pflanzen möchten, können Sie das auch noch im August tun. Je später Sie die Möhren säen, umso schneller entwickeln sie sich.

Der richtige Standort für Möhren

Möhren lieben sonnige bis halbschattige Standorte und sandige, lockere Böden. Bei lehmigen oder steinigen Böden neigen die Rüben nämlich zur Beinigkeit, das heißt, sie bilden mehrere Spitzen anstatt nur einer und nehmen seltsame Formen an. Um dies zu vermeiden, eignet sich eine Gründüngung, die starke Wurzeln bildet und somit den Boden für die Möhren auflockert. Es gibt aber auch Dammkulturen, die größere Wurzeln hervorbringen und deshalb bei lehmigen Böden trotzdem für eine gute Ernte sorgen können.

Diese Pflanznachbarn mögen Möhren

Wie so viele Gemüsearten haben auch Möhren gewisse Vorlieben, was die Pflanznachbarn* angeht. So freut sich das orange Knollengewächs über Dill, Knoblauch*, Lauch* oder Zwiebeln* als Nachbarn. Der Geruch der Zwiebel hält obendrein die lästigen Möhrenfliegen von Ihrem Gemüse fern. Wählen Sie zudem einen Standort, an dem zuvor Lauch angebaut wurde - dann entwickeln sich Ihre Rüben besonders gut. Was Karotten nicht so gerne mögen, sind andere Doldenblütler wie Fenchel, Petersilie oder Sellerie* in der Nachbarschaft, da diese es auf die gleichen Nährstoffe abgesehen haben und ähnliche Schädlinge anziehen.

Beachten Sie zudem, dass es sich bei Möhren um ein zweijähriges Gemüse handelt. Meist sollte es aber schon nach einem Jahr den Standort wechseln und erst nach vier bis fünf Jahren wieder an derselben Stelle gesät werden. Auch andere Doldenblütler sollten Sie dort in dieser Zeit nicht pflanzen.

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Anleitung: So pflanzen Sie Möhren richtig an

Das Vorziehen oder Pikieren von Karotten ist nur sinnvoll, wenn Sie schon sehr früh im Jahr die ersten Möhren genießen wollen. Ansonsten bringen Sie die Saat ab März oder April in Reihen und in einem Abstand von circa 20 Zentimetern auf dem Boden aus. Die Aussaat sollte nicht zu dicht erfolgen und die kleinen Samen gut angegossen werden. Auf Dünger können Sie zunächst verzichten, da es sich bei den Rüben um Mittelzehrer handelt. Sobald die ersten Keime hervorsprießen, können Sie die Pflanzen etwas lichten.

Video: Rezept - Cremige Karottensuppe

Wie Sie Möhren im Kübel oder im Hochbeet auf dem Balkon anpflanzen

Wenn Sie Ihre Möhren lieber im Kübel oder im Hochbeet auf dem Balkon* als im Freiland anbauen möchten, ist das auch kein Problem. Hier müssen die Samen aber ein wenig im Beet zusammenrücken - ein Abstand von drei Zentimetern und eine Tiefe von zwei Zentimetern sind optimal. Zudem braucht es einen Pflanztopf von mindestens 20 oder 30 Zentimetern Tiefe oder ein Hochbeet, damit das lange Wurzelgemüse Platz hat. Alternativ bieten sich Sorten an, deren Wurzeln nur zehn Zentimeter lang werden und damit in jedem Topf Platz haben. Die Erde sollte leicht sandig, locker und steinfrei sein. Nachdem die Saat ausgebracht wurde, werden die Pflänzchen regelmäßig bewässert.

Sobald die ersten Keimlinge hervorsprießen, sollten sie aber unbedingt vereinzelt werden, damit sie nicht zu nahe beieinander stehen. Der beste Zeitpunkt hierfür ist, wenn die Keimlinge bereits drei bis vier Blätter hervorgebracht haben. Innerhalb von sechs bis acht Wochen sollten die Möhren auf Ihrem Balkon die volle Größe erreicht haben.

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Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern.
Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern. © pixabay/annawaldl
Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze.
Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze. © pixabay/annawaldl
Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage.
Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit, den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage. © pixabay/Counselling
Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung.
Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung. © pixabay/KIMDAEJEUNG
Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen, kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an. Gießen Sie also erst wieder, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist.
Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an. Gießen Sie also erst wieder, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist. © pixabay/annawaldl
Das Wasser sollte beim Gießen außerdem nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger. Feuchte Blätter sind nämlich der perfekte Nährboden für Krankheiten und Pilze. Zielen Sie stattdessen genau auf die Wurzeln oder nutzen Sie ein Tropfbewässerungssystem.
Das Wasser sollte beim Gießen außerdem nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger. Feuchte Blätter sind nämlich der perfekte Nährboden für Krankheiten und Pilze. Zielen Sie stattdessen genau auf die Wurzeln oder nutzen Sie ein Tropfbewässerungssystem. © pixabay/MIH83
Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen.
Schon beim Anlegen des Gartens drohen viele Fehler: Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen. © pixabay/Hans
Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können.
Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können - und dementsprechend mehr Platz einberechnen. © pixabay/Gellinger
Auch für das Düngen braucht es ein gutes Händchen. Die einen machen es zu oft, die anderen überhaupt nicht. Doch zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihren Pflanzen diese Nährstoffzufuhr gönnen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen.
Auch für das Düngen braucht es ein gutes Händchen. Die einen machen es zu oft, die anderen überhaupt nicht. Doch zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihren Pflanzen diese Nährstoffzufuhr gönnen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen. © pixabay/Jing
Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig. Deshalb dürfen Sie nicht vergessen, vorher schon eine Bodenprobe zu nehmen und diese untersuchen zu lassen - damit Sie dem Erdreich den richtigen Dünger zufügen können.
Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig. Deshalb dürfen Sie nicht vergessen, vorher schon eine Bodenprobe zu nehmen und diese untersuchen zu lassen - damit Sie dem Erdreich den richtigen Dünger zufügen können. © pixabay/mjordano

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