Knoblauch aus dem eigenen Garten ist sehr lecker.
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Knoblauch aus dem eigenen Garten ist sehr lecker.

Anleitung

So pflanzen und ernten Sie Knoblauch im heimischen Garten

  • Franziska Kaindl
    vonFranziska Kaindl
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Sie fügen Ihren Gerichten gerne etwas Knoblauch bei? Dann lohnt sich vielleicht der Anbau im eigenen Garten. Wir haben Tipps vom Pflanzen des Zwiebelgewächses.

  • Knoblauch findet weltweit in der Küche Anwendung.
  • Das Zwiebelgewächs können Sie auch bei sich im Garten anbauen.
  • Wir haben Tipps für Sie parat.

Der eine mag ein bisschen mehr, der andere ein bisschen weniger: Trotzdem ist Knoblauch aus der Küche nicht wegzudenken. Das Zwiebelgewächs stammt ursprünglich aus Asien und wird meistens nach Deutschland importiert. Trotzdem gelingt der Anbau von Knoblauch auch bei uns recht gut. Probieren Sie es einfach aus!

Wann ist der richtige Zeitpunkt, um Knoblauch zu pflanzen?

Knoblauch können Sie sowohl im Herbst als auch im Frühjahr pflanzen, da ein Großteil der Zehen winterhart ist. Für das Anpflanzen im Herbst eignet sich der Zeitraum von September bis Oktober. Anschließend hat der Knoblauch einige Monate Zeit, um große Knollen zu entwickeln. Knoblauch lässt sich aber auch im Frühjahr zwischen Mitte Februar und Mitte April in die Erde stecken. Dann werden die Knollen zwar kleiner, aber ebenso verringert sich das Risiko, dass der Knoblauch von der Knoblauchfliege befallen wird.

Beachten Sie bei der Auswahl der Knoblauchsorte, dass sich die Knoblauchzehen aus dem Supermarkt nicht wirklich für den Anbau im Garten eignen. Der Knoblauch stammt nämlich in der Regel aus wärmeren Regionen und ist unser Klima nicht gewohnt. Das Saatgut aus dem Bau- oder Gartencenter ist jedoch dafür geeignet.

Knoblauch pflanzen: Dieser Standort eignet sich

Der Anbau von Knoblauch ist nicht kompliziert, solange Sie einen geeigneten Standort parat haben. Wichtig für das Zwiebelgewächs ist, dass der Boden durchlässig ist, um Staunässe zu umgehen. Während Frost Ihrem Knoblauch nämlich nichts anhaben kann, ist ihm Regen ein lästiges Übel. Wählen Sie deshalb einen lockeren und nährstoffreichen Boden mit hohem Sandanteil, damit das Wasser gut abfließen kann. Er soll aber nicht zu sandig sein: Knoblauch wurzelt flach und trocknet deshalb schneller aus. Der Standort sollte zudem sonnig und an einer leicht windigen Stelle sein - so verhindern Sie, dass die Knoblauchfliege zur Gefahr wird.

Da Knoblauch dank seinem Geruch relativ widerstandsfähig gegenüber Schädlingen ist, eignet er sich hervorragend als Mischkultur für Erdbeeren*, Tomaten* und Möhren*. Enge Verwandte wie Lauch* oder Zwiebeln sollten Sie aber möglichst weit weg anbauen, da diese von denselben Schädlingen befallen werden.

Passend dazu: Wenn Sie diese Sache beim Gemüseanbau vergessen, drohen Krankheiten und Schädlinge.

Wie pflanze ich Knoblauch im Garten?

Knoblauch lässt sich aus Brutzwiebel, die nach der Blüte von den Knoblauchpflanzen entfernt wird, oder aus Knoblauchzehen anbauen. Die Brutzwiebeln bilden nach dem Stecken im Frühjahr kleine Rundlinge, die Sie im Sommer aus der Erde ziehen und an einem trockenen und schattigen Platz bis in den Herbst lagern. Anschließend werden sie in einem Abstand von zehn bis 15 Zentimetern erneut in die Erde gesetzt. Die Reihen sollten einen Abstand von 30 Zentimetern zueinander haben. Aus den Rundlingen wächst dann im zweiten Jahr der Knoblauch.

Knoblauchzehen, an denen sich ein grüner Trieb gebildet hat, werden mit dem Zwiebelboden nach unten etwa drei Zentimeter tief in die Erde gesteckt. Hier sollten Sie ebenfalls etwa 15 Zentimeter Abstand zwischen die Zehen bringen.

Auch interessant: Welches Obst und Gemüse darf ich zusammen lagern?

So pflegen Sie Ihren Knoblauch

An sich ist Knoblauch recht pflegeleicht: Wenn Sie den Boden vor dem Stecken mit einer Gründüngung oder Kompostgabe vorbereiten, hat das Zwiebelgewächs in der Regel genügend Nährstoffe. Auch mit dem Gießen sollten Sie sparsam umgehen und vermeiden, die Blätter mit Wasser zu benetzen.

Wenn Sie Ihren winterharten Knoblauch im Herbst einpflanzen, können Sie ihn zum Schutz mit Stroh oder Mulch überdecken.

Knoblauch im Topf auf dem Balkon pflanzen - so funktioniert's

Sie wollen Knoblauch lieber im Topf anbauen? Kein Problem. Sie benötigen nur einen sonnigen Standort, einen Pflanztopf und lockere, nährstoffreiche Pflanzerde. Der Topf wird zunächst mit einer Schicht aus Tonscherben oder Kies gefüllt, die als Drainage dienen sollen - darum sollte das Pflanzgefäß auch ein Abflussloch haben. Anschließend wird der Topf mit Gemüseerde aufgefüllt, die Sie zur Auflockerung mit Sand anreichern können.

Danach werden pro zehn Liter Topfvolumen etwa drei Knoblauchzehen angebaut. Sie werden leicht in die Erde gesteckt und mit einer drei Zentimeter hohen Schicht an Pflanzerde überdeckt. Zuletzt wird der Knoblauch im Topf regelmäßig bewässert, Staunässe jedoch vermieden.

So ernten Sie Knoblauch

Der Winterknoblauch kann ab Juli, der Sommerknoblauch ab August geerntet werden. Warten Sie ab, bis ein bis zwei Drittel des Stängels verwelkt sind. Dann dürfen Sie die Knollen aus der Erde herausziehen. Dabei sollten die Knollen nicht beschädigt werden, da sich die Haltbarkeit sonst vermindert. Anschließend können Sie das Grün der Knollen miteinander verflechten und den Knoblauch zur Lagerung an einen dunklen und kühlen Ort aufhängen.

Lesen Sie auch: So pflanzen Sie Bohnen in Ihrem Garten an.

Diese zehn Fehler können Ihren Garten ruinieren

Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern.
Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern. © pixabay/annawaldl
Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze.
Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze. © pixabay/annawaldl
Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage.
Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit, den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage. © pixabay/Counselling
Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung.
Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung. © pixabay/KIMDAEJEUNG
Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen, kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an. Gießen Sie also erst wieder, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist.
Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an. Gießen Sie also erst wieder, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist. © pixabay/annawaldl
Das Wasser sollte beim Gießen außerdem nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger. Feuchte Blätter sind nämlich der perfekte Nährboden für Krankheiten und Pilze. Zielen Sie stattdessen genau auf die Wurzeln oder nutzen Sie ein Tropfbewässerungssystem.
Das Wasser sollte beim Gießen außerdem nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger. Feuchte Blätter sind nämlich der perfekte Nährboden für Krankheiten und Pilze. Zielen Sie stattdessen genau auf die Wurzeln oder nutzen Sie ein Tropfbewässerungssystem. © pixabay/MIH83
Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen.
Schon beim Anlegen des Gartens drohen viele Fehler: Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen. © pixabay/Hans
Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können.
Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können - und dementsprechend mehr Platz einberechnen. © pixabay/Gellinger
Auch für das Düngen braucht es ein gutes Händchen. Die einen machen es zu oft, die anderen überhaupt nicht. Doch zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihren Pflanzen diese Nährstoffzufuhr gönnen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen.
Auch für das Düngen braucht es ein gutes Händchen. Die einen machen es zu oft, die anderen überhaupt nicht. Doch zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihren Pflanzen diese Nährstoffzufuhr gönnen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen. © pixabay/Jing
Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig. Deshalb dürfen Sie nicht vergessen, vorher schon eine Bodenprobe zu nehmen und diese untersuchen zu lassen - damit Sie dem Erdreich den richtigen Dünger zufügen können.
Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig. Deshalb dürfen Sie nicht vergessen, vorher schon eine Bodenprobe zu nehmen und diese untersuchen zu lassen - damit Sie dem Erdreich den richtigen Dünger zufügen können. © pixabay/mjordano

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