Sie haben Lust auf Erbsen aus eigenem Anbau? Dann nichts wie los.
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Sie haben Lust auf Erbsen aus eigenem Anbau? Dann nichts wie los.

Gemüse

So pflanzen Sie Erbsen bei sich im Garten oder auf dem Balkon an

  • Franziska Kaindl
    vonFranziska Kaindl
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Erbsen gehören zu den beliebtesten Gemüsesorten hierzulande. Wie gut, dass sich die Hülsenfrucht auch gut im heimischen Garten anbauen lässt. Wir haben Tipps.

  • Erbsen finden sich in vielen deutschen Gärten.
  • Das Gemüse ist anspruchslos und lässt sich deshalb einfach anpflanzen.
  • Wir haben Tipps, wie Sie beim Anbau von Erbsen vorgehen sollten.

Erbsen sind ein wunderbares Gemüse, das sich leicht in verschiedenste Gerichte integrieren lässt und obendrein viele Nährstoffe bietet. Besonders aus dem eigenen Anbau sind Erbsen frisch und lecker - deshalb sollten Sie nicht lange zaudern und der Hülsenfrucht auch in Ihrem Garten eine Chance geben.

Wann ist der beste Zeitpunkt, um Erbsen zu pflanzen?

Erbsen werden je nach Sorte ab Mitte März bis Mitte April* direkt ins Freiland gesät. Schalerbsen können zum Beispiel Mitte März in die Erde gesetzt werden, während Markerbsen Anfang April nach draußen gehören. Generell kann das Gemüse aber in Etappen bis zum Frühsommer in den Garten gepflanzt werden, sodass Sie länger etwas davon haben. Achten Sie darauf, dass der Boden bereits eine Temperatur von acht Grad Celsius erreicht hat. Ein wenig Frost können Erbsen in der Regel aber gut wegstecken.

Welcher Standort eignet sich, um Erbsen anzupflanzen?

An sich sind alle Erbsenformen sehr robust und passen sich an die Umgebungsgegebenheiten an. Erbsen können deshalb sowohl in der Sonne, als auch im Halbschatten angebaut werden - wobei sie sich bei Sonneneinstrahlung noch wohler fühlen. Der Boden an sich sollte tiefgründig, humos und locker sowie kalkhaltig sein. Ein pH-Wert zwischen 6 und 7,5 ist optimal. Staunässe sollten Sie vermeiden, da Erbsen diese gar nicht vertragen.

Wenn Sie sich fragen, was Sie im Beet neben den Erbsen anpflanzen können, sollten Sie darauf achten, dass sich das grüne Gemüse nicht mit anderen Hülsenfrüchten oder Nachtschattengewächsen wie Tomaten* oder Kartoffeln* verträgt. Gute Gesellschaften bieten den Erbsen jedoch Gurken*, Radieschen*, Möhren*, Mais, Spinat, Sellerie oder Kohlarten. Erbsen können bis zu drei Jahre in einem Beet verbleiben, bevor sie wechseln sollten. Danach sollten mindestens drei bis fünf Jahre keine Erbsen mehr darin angebaut werden.

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Wie pflanze ich Erbsen im Garten?

Erbsen werden in Reihen, die einen Abstand von 40 Zentimetern zueinander haben, in etwa drei Zentimeter tiefe Saatrillen gesät. Dabei sind die Saatkörner jeweils circa fünf bis zehn Zentimeter voneinander entfernt und werden fest in der Erde angedrückt. Damit sich Vögel nicht an der Saat gütlich tun, ist es ratsam, das Beet in der ersten Zeit mit einem Vlies oder einem Netz abzudecken - sonst sieht es mit der Ernte schnell schlecht aus.

Sobald die Pflanzen etwa zehn Zentimeter hoch sind, benötigen sie eine Kletterhilfe. Dafür stecken Sie einfach 60 bis 80 Zentimeter hohe Zweige zwischen die Erbsen in den Boden. Sie können die Rankhilfen aber auch schon kurz vor der Aussaat in die Erde stecken.

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So vermehren und pflegen Sie Erbsen

Da Erbsen keinen hohen Wasserbedarf haben, sollten Sie mit dem Bewässern etwas sparsamer umgehen und auf jeden Fall Staunässe vermeiden. Bei langanhaltender und großer Hitze im Sommer darf aber auch etwas häufiger gegossen werden. Sobald die Erbsen im Beet aufgegangen sind, sollten Sie die Erde mit der Hacke bearbeiten und nach zwei Wochen anhäufeln, damit die Erbsen stabil im Boden sitzen. Abgesehen davon brauchen Erbse keine große Pflege oder Düngung, da die Pflanze die Erde mit Stickstoff anreichert und sich somit selbst versorgt. Je nach Wetter und Sorte sind die Erbsen dann nach circa zwei bis drei Monaten reif und dürfen geerntet werden.

Erbsen im Topf auf dem Balkon pflanzen

Wer keinen Garten zur Verfügung hat, kann auch den Balkon nutzen, um Erbsen anzupflanzen. Dazu benötigen Sie einen möglichst sonnigen oder halbschattigen Platz, am besten an einer Hauswand. Diese dient den Erbsen als zusätzlich Rankhilfe, sollten die eigentlichen Kletterhilfen nicht reichen, und speichert zudem Wärme, von der die Erbsen zehren können.

Als Pflanzgefäß wählen Sie einen möglichst langen und tiefen Blumenkasten oder einen großen Kübel oder Topf, den Sie auch mittig auf dem Balkon aufstellen können. Das Gefäß füllen Sie anschließend mit einem humosen, kalkhaltigen und tiefgründigen Substrat, in das Sie das Saatgut in einem Abstand von fünf Zentimetern zueinander und in drei Zentimetern Tiefe einpflanzen. Zudem stecken Sie die Rankhilfen, also dünne Holzstäbe oder Metallgitter, in die Erde. Sobald die Pflanzen zehn Zentimeter hoch gewachsen sind, wird die Erde angehäufelt. Einen Dünger müssen Sie nicht zwingend verwenden, es kann aber ein organischer Dünger beigefügt werden.

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Diese zehn Fehler können Ihren Garten ruinieren

Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern.
Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern. © pixabay/annawaldl
Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze.
Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze. © pixabay/annawaldl
Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage.
Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit, den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage. © pixabay/Counselling
Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung.
Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung. © pixabay/KIMDAEJEUNG
Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen, kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an. Gießen Sie also erst wieder, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist.
Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an. Gießen Sie also erst wieder, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist. © pixabay/annawaldl
Das Wasser sollte beim Gießen außerdem nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger. Feuchte Blätter sind nämlich der perfekte Nährboden für Krankheiten und Pilze. Zielen Sie stattdessen genau auf die Wurzeln oder nutzen Sie ein Tropfbewässerungssystem.
Das Wasser sollte beim Gießen außerdem nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger. Feuchte Blätter sind nämlich der perfekte Nährboden für Krankheiten und Pilze. Zielen Sie stattdessen genau auf die Wurzeln oder nutzen Sie ein Tropfbewässerungssystem. © pixabay/MIH83
Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen.
Schon beim Anlegen des Gartens drohen viele Fehler: Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen. © pixabay/Hans
Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können.
Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können - und dementsprechend mehr Platz einberechnen. © pixabay/Gellinger
Auch für das Düngen braucht es ein gutes Händchen. Die einen machen es zu oft, die anderen überhaupt nicht. Doch zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihren Pflanzen diese Nährstoffzufuhr gönnen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen.
Auch für das Düngen braucht es ein gutes Händchen. Die einen machen es zu oft, die anderen überhaupt nicht. Doch zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihren Pflanzen diese Nährstoffzufuhr gönnen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen. © pixabay/Jing
Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig. Deshalb dürfen Sie nicht vergessen, vorher schon eine Bodenprobe zu nehmen und diese untersuchen zu lassen - damit Sie dem Erdreich den richtigen Dünger zufügen können.
Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig. Deshalb dürfen Sie nicht vergessen, vorher schon eine Bodenprobe zu nehmen und diese untersuchen zu lassen - damit Sie dem Erdreich den richtigen Dünger zufügen können. © pixabay/mjordano

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